2023 bricht Stau-Rekorde: Warum deutsche Autobahnen immer öfter zum Parkplatz werden
Anton Meyer2023 bricht Stau-Rekorde: Warum deutsche Autobahnen immer öfter zum Parkplatz werden
Staus auf deutschen Autobahnen nahmen 2023 stark zu
Die Staubelastung auf deutschen Autobahnen ist im Jahr 2023 deutlich angestiegen. Die Zahl der langen Staus nahm zu, wobei sich die Wartezeiten im Vergleich zum Vorjahr um fast ein Drittel erhöhten. Daten des ADAC zeigen einen klaren Aufwärtstrend bei den Verkehrsstaus im gesamten Land.
Die insgesamt durch Staus verlorene Zeit belief sich 2023 auf 427.000 Stunden – ein Anstieg von nahezu 30 Prozent gegenüber 2022. Trotz dieses Zuwachses blieb das Stauaufkommen jedoch unter dem Niveau von 2019, als Autofahrer rund 521.000 Stunden in Staus verbrachten.
Der ADAC verzeichnete 2023 insgesamt 691 Staus mit einer Länge von mehr als 20 Kilometern – im Vergleich zu 383 im Jahr 2022. Der längste Stau ereignete sich am 20. Januar auf der A61 bei Mönchengladbach und erstreckte sich über 56 Kilometer. Im Laufe des Jahres verschärfte sich die Situation kontinuierlich, mit Spitzenwerten in den Monaten Juli, August und September.
Im August 2023 übertraf das Stauaufkommen sogar den Wert desselben Monats im Jahr 2019. Mittwoch und Donnerstag erwiesen sich als die verkehrsreichsten Wochentage, an denen jeweils durchschnittlich etwa 1.500 Stau-Stunden registriert wurden. Der Tag mit den schwerwiegendsten Verkehrsbehinderungen war Freitag, der 29. September, an dem rund 2.400 Stau-Stunden gezählt wurden.
Nordrhein-Westfalen verzeichnete den höchsten Anteil an Staus und war für fast 34 Prozent des Gesamtaufkommens verantwortlich.
Die Zahlen für 2023 belegen einen deutlichen Anstieg sowohl der Häufigkeit als auch der Dauer von Verkehrsstaus. Besonders stark betroffen waren die Sommermonate sowie bestimmte Wochentage. Nordrhein-Westfalen trug die Hauptlast der Verzögerungen und führte die Statistik bei Stauereignissen an.






