22 February 2026, 04:38

275 Meter hoher Schornstein in Ibbenbüren wird am Sonntag um 11:00 Uhr gesprengt

Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung eines rauchenden Gebäudes, umgeben von Häusern, Bäumen, einem Zaun und einem Fahrzeug, mit dem Text "1851 – das erste kohlebetriebene Kraftwerk" unten.

Schornstein des Kraftwerks Ibbenbüren soll gesprengt werden - 275 Meter hoher Schornstein in Ibbenbüren wird am Sonntag um 11:00 Uhr gesprengt

Große Sprengung in Ibbenbüren am kommenden Sonntag

Dieser Sonntag steht in Ibbenbüren im Zeichen eines spektakulären Abrissprojekts: Um etwa 11:00 Uhr wird der 275 Meter hohe Schornstein des ehemaligen Steinkohlekraftwerks von RWE gesprengt. Damit rückt die Fläche einen Schritt näher an ihre künftige Nutzung für Energieprojekte.

RWE hatte seine letzten beiden Steinkohlekraftwerke in Deutschland – eines in Hamm, das andere in Ibbenbüren – bereits 2021 stillgelegt. Zwar betreibt das Unternehmen weiterhin Braunkohlekraftwerke, doch das Gelände in Ibbenbüren ging 2023 in den Besitz der Hagedorn Group über. Diese plant, das Areal bis zum Sommer 2026 an den Energiedienstleister Amprion zu übergeben.

Vor der Übergabe müssen die verbliebenen Bauwerke abgerissen, zerkleinert und recycelt werden. Die Sprengung des Schornsteins folgt auf den kontrollierten Abriss des Kühlturms und des Kesselhauses im April 2025.

Amprion will auf dem Gelände eine Konverterstation errichten. Ab 2031 soll diese Windstrom von Nordsee-Windparks in das Stromnetz Nordrhein-Westfalens einspeisen.

Mit dem Abriss wird die Fläche für ihre neue Bestimmung vorbereitet. Die Konverterstation von Amprion spielt eine zentrale Rolle bei der Integration erneuerbarer Energien in das regionale Netz – ein weiterer Baustein im Rahmen des deutschen Kohleausstiegs und der Wende hin zu nachhaltigen Energiequellen.

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