15 January 2026, 01:51

Aachener Debatte: Wie die neue EU-Asylpolitik Grenzen und Schutz verändert

Eine Karte von Europa mit einem schwarzen Rand oben und unten, die die Europäische Union in lila hervorhebt.

Aachener Debatte: Wie die neue EU-Asylpolitik Grenzen und Schutz verändert

Öffentliche Diskussion zur sich wandelnden Grenz- und Asylpolitik der EU in Aachen am 15. Oktober

Am 15. Oktober findet in Aachen eine öffentliche Diskussion über die sich entwickelnde Grenz- und Asylpolitik der EU statt. Die vom Politikwissenschaftler und Historiker Siebo Janssen geleitete Veranstaltung widmet sich den jüngsten Reformen und Kontroversen rund um dieses Thema. Die Organisatoren haben die Anmeldung für eine Teilnahme vor Ort sowie online freigeschaltet.

Die Debatte erfolgt zu einem entscheidenden Zeitpunkt, da die EU-Mitgliedstaaten derzeit über strengere Asylregeln verhandeln. Zu den zentralen Vorschlägen gehören die Auslagerung von Asylprüfungen in Drittstaaten, die Erweiterung der Liste sogenannter "sicherer" Herkunftsländer sowie die Beschleunigung von Abschiebungen – letztere sind 2025 bereits um 27 Prozent gestiegen. Die Verhandlungen zwischen dem Europäischen Parlament, dem Rat der EU und den Mitgliedstaaten laufen noch, nachdem im Dezember eine von Deutschland vorangetriebene Einigung erzielt wurde.

Deutschland gilt als treibende Kraft hinter den Reformen, wobei das EU-Parlament Maßnahmen wie Rückführungszentren und verpflichtende Grenzkontrollen unterstützt. Die für Mitte 2026 geplante Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) wird alle Mitgliedstaaten zur Umsetzung neuer Verfahren verpflichten, darunter auch Solidaritätsmechanismen. Während bürgerlich-konservative Parteien die Änderungen befürworten, üben linke und grüne Kritiker scharfe Vorbehalte an.

Veranstalter sind EUROPE DIRECT Aachen, das Europäische Klassenzimmer der Route Charlemagne und die Bischöfliche Akademie Aachen. Die Diskussion findet im Grashaus (Fischmarkt 3) statt und wird live übertragen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung über Europa-dienstag.de jedoch erforderlich. Aktuelle Informationen gibt es auch auf der Facebook-Seite der Veranstaltung (fb.me/e/3VYCzFBCY).

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Im Mittelpunkt der Diskussion steht die Frage, wie sich die veränderte EU-Politik auf die Asylverfahren in den Mitgliedstaaten auswirken könnte. Da die Reformen bis Mitte 2026 umgesetzt werden sollen, könnten die Ergebnisse dieser Debatten künftig Migrationskontrollen, Abschiebungsquoten und die internationale Zusammenarbeit prägen. Die Anmeldung für eine Teilnahme vor Ort oder online bleibt weiterhin möglich.