Abschied von der Autobahnkirche: Ein Stück Ruhrgebiet verschwindet für immer
Anton MeyerAbschied von der Autobahnkirche: Ein Stück Ruhrgebiet verschwindet für immer
Autobahnkirche im Ruhrgebiet schließt am Samstag für immer ihre Türen
Die Autobahnkirche im Ruhrgebiet, eine langjährige Anlaufstelle für Reisende in der Nähe von Bochum, wird an diesem Samstag endgültig geschlossen. Bekannt für ihre einladende Atmosphäre und tägliche Besucher, diente die Kirche sowohl als Rastort als auch als Gedenkstätte für Verkehrsunfallopfer in der Region.
Die Kirche war als Gast in einer örtlichen Pfarrgemeinde untergebracht, deren Gebäude an einen privaten Käufer verkauft wurde. Durch diesen Verkauf verlor sie ihren geweihten Status und musste schließen. Täglich hielten sich etwa 15 Menschen dort auf, um Ruhe oder Besinnung zu finden.
Im Laufe der Jahre entwickelte sich die Kirche zu einem Wahrzeichen entlang der A40, erkennbar an ihrem Spruchband "Komm zur Ruhe". Sie veranstaltete auch besondere Events, darunter ein jährliches Treffen für Motorradfahrer. Pläne für einen eigenen Gedenkort für Verkehrsopfer wurden nun aufgrund der Schließung aufgegeben.
Am Samstagmorgen findet eine Abschiedsfeier für die Ehrenamtlichen statt. Danach werden alle Schilder und Banner – darunter auch die bekannte Botschaft in Richtung Autobahn – abgebaut.
Mit der Schließung endet ein Ort, der Autofahrern, Bikern und Trauernden Trost spendete. Da das Gebäude verkauft und der kirchliche Status aufgehoben wurde, kann die Stelle ihren ursprünglichen Zweck nicht mehr erfüllen. Die letzte Zusammenkunft wird die Ehrenamtlichen ehren, die über die Jahre die Mission der Kirche unterstützt haben.
