AfD gewinnt überraschend bei Migranten – doch nicht alle Gruppen stimmen gleich zu
Philipp SchulteAfD gewinnt überraschend bei Migranten – doch nicht alle Gruppen stimmen gleich zu
Die rechtspopulistische AfD hat bei den jüngsten Integrationswahlen in Nordrhein-Westfalen deutliche Zugewinne verzeichnet. Eine neue Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung zeigt, dass die Partei zunehmend auch bei Wählern mit Migrationshintergrund an Unterstützung gewinnt – wobei die Zustimmung je nach Herkunft stark variiert.
In mehreren Städten des Ruhrgebiets erreichte die AfD den zweiten Platz und wurde in Hagen sogar stärkste Kraft. Die Untersuchung verdeutlicht die unterschiedlichen Präferenzen innerhalb der Gruppen: Bei Spätaussiedlern liegt die Partei mit 31 Prozent vorn, während sie unter Menschen polnischer Abstammung mit 33 Prozent die höchste Zustimmung erhält.
Bei Wählern mit russischen Wurzeln bewegt sich die AfD im Mittelfeld. In der türkischstämmigen Bevölkerung landet sie dagegen nur auf Platz fünf. Gleichzeitig haben die bürgerlichen Unionsparteien bei polnisch- und russischstämmigen Wählern an Rückhalt verloren.
Die Ergebnisse bestätigen den wachsenden Zuspruch für die AfD in Teilen der Migrantengemeinden. Allerdings fehlen aktuelle Vergleichsdaten, die langfristige Trends speziell bei polnischstämmigen Wählern gegenüber anderen Gruppen aufzeigen.
Der Erfolg der AfD bei diesen Wahlen markiert einen Wandel der politischen Präferenzen in bestimmten Migrantengruppen. Mit starken Ergebnissen im Ruhrgebiet und Spitzenplätzen bei Spätaussiedlern sowie polnischstämmigen Wählern hat die Partei ihre Basis erweitert. Die Studie liefert handfeste Belege für die sich verändernden Loyalitäten in diesen Gemeinschaften.






