15 May 2026, 16:19

Ananassaft wird knapp: Dürre und Wetterextreme lassen Preise explodieren

Ein Feld mit Ananaspflanzen und grünen Blättern sowie reifen Ananasfrüchten.

Ananassaft wird knapp: Dürre und Wetterextreme lassen Preise explodieren

Ananassaft wird in Deutschland immer schwerer zu finden – und die Preise steigen rasant. Verbraucher, die auf der Suche nach günstigeren Alternativen zu Orangensaft sind, haben die Nachfrage zusätzlich in die Höhe getrieben. Doch nun machen sich Knappheit und steigende Kosten sowohl bei frischen Früchten als auch bei Saftlieferungen bemerkbar.

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Das Problem begann mit schlechten Ernten in den wichtigsten Anbauregionen. Thailand und die Philippinen, die weltweit größten Produzenten von Ananassaftkonzentrat, verzeichneten Erträge von weniger als 50 Prozent der üblichen Menge. Dürre war die Hauptursache – die Felder blieben trocken, die Ernte fiel kümmerlich aus.

Auch Costa Rica, der führende Lieferant von direkt gepresstem Ananassaft, ist betroffen. Auf die extreme Dürre 2023, ausgelöst durch das Wetterphänomen El Niño, folgten 2024 heftige Regenfälle durch La Niña. Diese Wetterextreme haben die Ananasproduktion stark einbrechen lassen.

Die Folgen: Die Lagerbestände der Hersteller sind nahezu aufgebraucht. Direkt gepresster Ananassaft kostet mittlerweile rund 1.300 US-Dollar pro Tonne – ein Preisanstieg von 50 Prozent in nur sechs Monaten. Noch stärker gestiegen ist der Preis für Konzentrat: Er übersteigt mittlerweile 5.000 US-Dollar pro Tonne. Deutsche Händler erhalten kleinere Liefermengen, und die frischen Ananas in den Geschäften fallen spürbar kleiner aus als sonst.

Da die Vorräte schrumpfen und die Preise weiter klettern, wird der Engpass voraussichtlich anhalten. Verbraucher müssen sich in den kommenden Monaten auf ein eingeschränktes Angebot an Ananassaft einstellen. Die Situation zeigt, wie extremes Wetter in weit entfernten Anbaugebieten die globalen Nahrungsmittelmärkte durcheinanderbringen kann.

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