04 March 2026, 19:55

André Fuhrs Karriereende: Wie ein Skandal den Handballtrainer stürzte

Ein Mann in der Luft, der einen Handball hält, mit einer Gruppe von Menschen und einem Banner mit Text im Hintergrund.

André Fuhrs Karriereende: Wie ein Skandal den Handballtrainer stürzte

Im Herbst 2022 enthüllte Der Spiegel schockierende Vorwürfe gegen den ehemaligen Handballtrainer von Borussia Dortmund, André Fuhr. Der Bericht schilderte Anschuldigungen wegen psychischer Misshandlung, Machtmissbrauchs und sexueller Belästigung während seiner Amtszeit. Seither kämpft Fuhr vergeblich darum, seine Karriere im Profi-Handball wiederaufzubauen.

Der Skandal kam erstmals vor fast vier Jahren ans Licht, als die ehemaligen Nationalspielerinnen Mia Zschocke und Amelie Berger ihre Erfahrungen öffentlich machten. Sie warfen Fuhr vor, sie systematisch psychisch gequält und sich unangemessen verhalten zu haben. Ihre Aussagen lösten eine breitere Überprüfung seiner Trainingsmethoden aus.

Der Deutsche Handballbund (DHB) untersuchte die Vorwürfe und einigte sich 2021 in einem Vergleich mit Fuhr. Das Verfahren wurde zwar eingestellt, doch der Schaden für seinen Ruf blieb bestehen. Nach dem Spiegel-Bericht meldeten sich weitere Spielerinnen mit ähnlichen Schilderungen von Misshandlungen unter seiner Führung.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Fuhr trat schließlich als Trainer von Borussia Dortmund zurück und verlor zudem seinen Posten als Junioren-Nationaltrainer. Er argumentiert zwar, dass die Vorwürfe – so schwerwiegend sie auch seien – keine Straftaten umfassten. Dennoch fühle er sich wie ein gewalttätiger Straftäter behandelt.

Seit seinem Abschied von Dortmund ist es Fuhr nicht gelungen, eine neue Anstellung als Trainer im Profi-Handball zu finden. Er behauptet, die anhaltende Stigmatisierung mache eine Rückkehr in den Beruf unmöglich – trotz des Vergleichs mit dem Verband.

Die Vorwürfe gegen Fuhr werfen weiterhin einen Schatten auf seine Laufbahn und lassen ihn ohne Perspektive im Sport zurück. Zwar wurde der Fall mit dem Verband formal abgeschlossen, doch die öffentliche Kritik hält an. Seine Zukunft im Handball bleibt ungewiss, während sich die Branche zunehmend von dem Skandal distanziert.