15 January 2026, 01:51

Apothekensterben in Deutschland: Warum immer mehr Standorte schließen müssen

Ein blauer Hintergrund mit wei├čer Schrift und einem Logo mit der Aufschrift "19 Millionen Amerikaner werden sch├Ątzungsweise 400 USD pro Jahr an Arzneimittelkosten sparen".

Apothekensterben in Deutschland: Warum immer mehr Standorte schließen müssen

Deutschlands Apotheken schrumpfen rasant

Bis Ende 2025 hat Deutschland 2,8 Prozent seiner Apotheken verloren – nur noch 16.601 sind übrig. Die schrumpfende Zahl zwingt Patienten, weitere Wege für dringende Dienstleistungen in Kauf zu nehmen, besonders nachts und in Notfällen.

Die Apothekerkammer Nordrhein meldete 2025 einen Nettoverlust von 43 Apotheken, ein Rückgang von 2,2 Prozent allein in dieser Region. Trotz des Trends eröffneten fünf neue Apotheken – ein Zeichen dafür, dass einige junge Apotheker bereit sind, die Herausforderung anzunehmen. Doch der Sektor steht unter wachsendem Druck, da stagnierende Vergütungen mit der steigenden Arbeitsbelastung nicht Schritt halten.

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Am 17. Dezember 2025 legte das Bundeskabinett den Entwurf für die Apothekenreform (ApoVWG) vor. Der Entwurf sah jedoch keine Erhöhung der Apothekengebühren vor – obwohl dies im Koalitionsvertrag angekündigt worden war. Diese Lücke lässt die Inhaber mit den Kosten kämpfen, während sie gleichzeitig die Versorgungslücken durch Schließungen schließen müssen. Die Kammer fordert die Regierung auf, die Gebühren anzuheben, und warnt: Ohne Maßnahmen könnte der lokale Zugang zu Medikamenten leiden. Besonders junge Apotheker brauchen bessere Arbeitsbedingungen und politische Unterstützung, um die Zukunft der Vor-Ort-Apotheken zu sichern.

Da die Reform keine Gebührenanpassungen vorsieht, müssen Apotheken weiter unter finanzieller Belastung arbeiten. Mit weniger Standorten und keiner Entlastung in Sicht könnten Patienten künftig längere Wege für ihre Versorgung in Kauf nehmen müssen. Das Überleben des Sektors hängt nun davon ab, ob die Politik die Finanzierungslücke schließt.