Bahnhof Ründeroth wird endlich barrierefrei – doch Bauverzögerungen drohen
Anton MeyerBahnhof Ründeroth wird endlich barrierefrei – doch Bauverzögerungen drohen
Bahnhof Ründeroth in Engelskirchen soll endlich längst überfällige Barrierefreiheits-Nachrüstungen erhalten
Die Deutsche Bank hat Pläne bestätigt, den Bahnhof Ründeroth vollständig barrierefrei auszubauen – Jahre nach der ersten Ankündigung des Projekts. Die Arbeiten sollen während einer größeren Streckensperrung auf der wichtigen RB25-Linie zwischen Köln und Lüdenscheid stattfinden.
Trotz der Eröffnung einer neuen Park-and-Ride-Anlage im vergangenen Jahr müssen Fahrgäste weiterhin Treppen überwinden, um die Bahnsteige zu erreichen. Nun drängen lokale Politiker darauf, dass die Umbaumaßnahmen ohne weitere Verzögerungen umgesetzt werden.
Die Bauarbeiten werden während der geplanten Sperrung der RB25 von Ende März bis Anfang August durchgeführt. Die Deutsche Bank will die Beeinträchtigungen für Fahrgäste minimieren, indem sie die Maßnahmen mit dieser Stilllegungsphase koordiniert. Allerdings bleibt der genaue Zeitplan ungewiss, da er von der Verfügbarkeit geeigneter Bauunternehmen abhängt.
Nach Abschluss der Arbeiten wird der Bahnhof einen barrierefreien Zugang zum zentralen Bahnsteig bieten. Zudem plant die Deutsche Bank, im Rahmen der Umgestaltung zwei Bahnübergänge dauerhaft zu schließen – darunter einen manuell bedienten.
Der Rat von Engelskirchen hat bereits reagiert und einen Beschluss gefasst, der lokale Vertreter auffordert, sich für die Umsetzung der Modernisierung einzusetzen. Politiker warnen, dass ohne diese Verbesserungen künftig weitere Streckensperrungen notwendig werden könnten.
Die RB25 ist die wichtigste Verkehrsverbindung im Oberbergischen Kreis und verbindet Köln mit Lüdenscheid. Trotz wiederholter Zusagen und politischen Drucks wurden die Barrierefreiheitsarbeiten jahrelang verschoben – für Fahrgäste bedeutet das seit Langem eingeschränkte Mobilitätsoptionen.
Falls die Modernisierung wie geplant voranschreitet, wird der Bahnhof Ründeroth endlich den geltenden Barrierefreiheitsstandards entsprechen. Die Schließung der beiden Bahnübergänge wird zudem die Verkehrsführung in der Region verändern. Angesichts der Abhängigkeit von der Verfügbarkeit von Bauunternehmen bleiben lokale Verantwortliche jedoch vorsichtig – weitere Verzögerungen sind nicht ausgeschlossen.
