Bayreuther Festspiele holen umstrittenes Gedenkkonzert nach – mit Michel Friedman als Redner
Philipp SchulteBayreuther Festspiele holen umstrittenes Gedenkkonzert nach – mit Michel Friedman als Redner
Bayreuther Festspiele bringen Gedenkkonzert nach öffentlichem Streit wieder auf den Weg
Nach einer öffentlichen Kontroverse haben die Bayreuther Festspiele Pläne für ein Gedenkkonzert wiederaufgenommen. Der Journalist Michel Friedman wird nun bei der Veranstaltung sprechen – dies folgt auf eine Entschuldigung von Katharina Wagner. Das Konzert war ursprünglich im Juni aus Sicherheitsbedenken abgesagt worden.
Friedman war zunächst eingeladen worden, zum 150-jährigen Jubiläum des Festivals eine Rede zu halten. Darin hätte er sich mit Richard Wagners Antisemitismus und den NS-Verstrickungen der Familie auseinandergesetzt. Doch die Veranstaltung wurde abgesagt, woraufhin Friedman die Entscheidung als „das falsche Signal“ kritisierte.
Katharina Wagner, die Urenkelin des Komponisten, entschuldigte sich später. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, geschah dies in einem Brief sowie in einem Telefonat. Friedman nahm die Entschuldigung an und sagte seine Teilnahme erneut zu.
Die Festspiele planen nun, das Konzert nachzuholen. Die Einnahmen sollen Stipendien für junge israelische Musiker zugutekommen. Unklar bleibt jedoch die musikalische Leitung: Der ursprünglich vorgesehene Dirigent kann wegen Terminüberschneidungen nicht mitwirken, und auch der Titel der Veranstaltung könnte noch geändert werden.
Das Konzert wird mit Friedman als Redner stattfinden. Die Organisatoren müssen nun die Dirigentenfrage klären und das Programm finalisieren. Die Einnahmen werden – wie von Katharina Wagner zugesagt – den musikalischen Nachwuchs in Israel fördern.






