BBC streicht "Die Reparaturwerkstatt"-Folge wegen umstrittenem Monkhouse-Witz
Julian FrankeBBC streicht "Die Reparaturwerkstatt"-Folge wegen umstrittenem Monkhouse-Witz
Eine kürzlich produzierte Folge von "Die Reparaturwerkstatt" wurde nach Protesten eines Mitarbeiters aus der Produktion aus dem Programm genommen – Anstoß war ein handschriftlicher Witz in den restaurierten Witzesammlungen von Bob Monkhouse. Der Beitrag sollte eigentlich eine Hommage an den verstorbenen Komiker sein und zeigte seine jahrzehntealten Witzhefte, gefüllt mit Gags, Karikaturen und Skizzen.
Die BBC bestätigte die Entscheidung, die Folge nicht auszustrahlen, und begründete dies mit Rücksichtnahme auf alle Zuschauer.
Bob Monkhouse begann in den frühen 1960er-Jahren, seine Witzesammlungen anzulegen, die er bis zu seinem Tod im Jahr 2003 nutzte. Die beiden Bände umfassten Tausende handschriftlicher Seiten, darunter auch Zeichnungen von oberschlächtigen Frauen und Witze, die heute manche als sexistisch empfinden könnten.
1995 verschwanden die Bücher spurlos, woraufhin Monkhouse eine Belohnung für ihre Rückgabe aussetzte. Jahre später brachten seine Adoptivtochter Abigail Williams und sein ehemaliger Schreibpartner Colin Edmond die Hefte in "Die Reparaturwerkstatt", wo sie als herzliche Ehrung des komödiantischen Erbes des Künstlers restauriert werden sollten.
Doch während der Produktion meldete ein Mitarbeiter Bedenken wegen eines Witzes, den er als beleidigend empfand. Daraufhin entschied die BBC, den Beitrag zu streichen – aus Respekt vor dem Publikum, wie es hieß.
Die Bücher selbst waren ein Werk der Leidenschaft, angefüllt mit Illustrationen und Witzen, die Monkhouses Epoche widerspiegelten. Zwar mag manchen Inhalt heute als überholt gelten, doch die Restaurierung sollte ursprünglich sein Lebenswerk und seinen Beitrag zur britischen Comedy feiern.
Durch die Streichung der Folge werden die restaurierten Witzesammlungen nun nicht im Fernsehen zu sehen sein. Die BBC-Begründung folgt internen Rückmeldungen zur Eignung des Materials für ein modernes Publikum. Monkhouses Familie und Weggefährten hatten gehofft, dass der Beitrag sein Andenken und sein komisches Schaffen würdigen würde.






