Bergisch Gladbachs Kita-Krise bleibt trotz sinkender Geburten ungelöst
Philipp SchulteBergisch Gladbachs Kita-Krise bleibt trotz sinkender Geburten ungelöst
Bergisch Gladbach kämpft trotz sinkender Geburtenraten mit anhaltendem Kita-Platzmangel
Trotz rückläufiger Geburtenzahlen bleibt in Bergisch Gladbach die Knappheit an Betreuungsplätzen in Kindertageseinrichtungen bestehen. Die Bemühungen der Stadt, die Kapazitäten auszubauen, kommen nicht voran – viele Familien erhalten keine garantierte Kinderbetreuung. Mittlerweile geben Beamte zu, dass die Nachfrage das Angebot weiterhin übersteigt.
Ursprünglich hatte die Stadt geplant, bis zum Sommer 2025 333 neue Kita-Plätze zu schaffen. Doch durch Bauverzögerungen, Personalmangel und lokalen Widerstand mussten die Ziele nach unten korrigiert werden. Aktuelle Zahlen zeigen, dass nur noch 4.221 Plätze zur Verfügung stehen – im Vorjahr waren es 4.266.
Das am weitesten fortgeschrittene Projekt, die Kita in der Schulstraße im Stadtteil Sand, soll nun im September eröffnet werden – mit eineinhalb Jahren Verspätung. Damit verzögert sich dringend benötigte zusätzliche Kapazität weiter. Zwar wurden vier Not-Kitas genehmigt, wann sie jedoch öffnen, steht noch nicht fest.
Bei einem aktuellen Fehlbestand von 100 Plätzen – allesamt für Kinder unter drei Jahren – müssen sich Eltern auf Absagen einstellen. Die Verwaltung warnt vor möglichen Klagen, da Familien verzweifelt nach Betreuungsmöglichkeiten suchen. Der Fokus liegt derzeit auf der Fertigstellung von drei bestehenden Projekten, während weitere Erweiterungen auf Eis liegen.
Die Kita-Krise in der Stadt hält an: Es gibt weniger Plätze als in den Vorjahren. Zwar entlastet der Geburtenrückgang die Situation etwas, doch Bauverzögerungen und Personalengpässe bestehen fort. Die Stadt bereitet sich nun auf mögliche juristische Auseinandersetzungen vor, während Familien weiter mit der Platznot zu kämpfen haben.
