13 June 2026, 00:18

"Berlin ist Kultur": Kampagne kämpft um mehr Geld für die Künste vor der Wahl

Welchen Weg für die Kultur?

"Berlin ist Kultur": Kampagne kämpft um mehr Geld für die Künste vor der Wahl

Eine neue Kampagne rückt die Kultur in den Mittelpunkt der anstehenden Berliner Wahlen. Die Initiative „Berlin ist Kultur“ fordert eine stärkere finanzielle Förderung der Künste und hat bereits prominente politische und kulturelle Stimmen der Stadt auf sich aufmerksam gemacht.

Den Auftakt der Aktionswoche markierte eine kleine, aber beachtete Veranstaltung. Anwesend waren Katharina Marg von der Linken, Ronja Losert sowie Bertram von Boxberg von den Grünen. Andere Berliner Politiker ließen sich nicht blicken.

Bei der Veranstaltung kritisierte Oliver Reese, künstlerischer Leiter des Berliner Ensembles, die jüngsten Kürzungen im Kulturbereich als Fehler. Er berichtete von einer prägenden Erfahrung: Mit 14 Jahren habe er in Paderborn das Theater für sich entdeckt – Räume wie diese seien lebensverändernd, so Reese. Zudem warnte er vor der Schließung des Atelierhauses in der Wilsnacker Straße, das aufgrund entfallener Fördergelder vor dem Aus steht.

Kernforderung der Initiative ist die „Berliner Erklärung“, die mindestens drei Prozent des Landeshaushalts für Kultur vorsieht. Zudem wird der Aufbau verlässlicher, langfristiger Förderstrukturen angemahnt. Um ihre Botschaft zu verbreiten, wird der Slogan „#deineStimmefürKultur“ in Kultureinrichtungen der Stadt platziert.

Tom Streidel äußerte Bedenken, das Maxim-Gorki-Theater könnte zugunsten der Opernstiftung umgewidmet oder sogar abgeschafft werden. Die Kampagne hat zudem einen „Wahl-Check“ für Kandidat:innen entwickelt – mit Fragen zu ihrer Haltung in Sachen kulturelle Bildung und Kulturpolitik.

Ziel der Initiative ist es, die Kulturförderung zum zentralen Wahlkampfthema zu machen. Mit ihren Forderungen und Aktionen will sie Bewerber:innen unter Druck setzen, sich verbindlich für die Künste einzusetzen. Das Ergebnis könnte maßgeblich beeinflussen, wie Berlin seine Mittel in den kommenden Jahren verteilt.

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