26 June 2026, 06:11

Bonn verschärft Winterreifen-Kontrollen: 11 von 140 Fahrzeugen beanstandet

Mehrere Unfälle aufgrund winterlicher Wetterbedingungen - Überprüfungen der Winterreifenpflicht

Bonn verschärft Winterreifen-Kontrollen: 11 von 140 Fahrzeugen beanstandet

Polizei in Bonn verschärft Kontrollen von Winterreifen bei Kälteeinbruch

Bei den jüngsten Kontrollen hat die Polizei in Bonn 140 Fahrzeuge überprüft – bei 11 davon waren die Reifen nicht den winterlichen Bedingungen angepasst. Die verstärkten Checks folgen neuen Vorschriften und wachsenden Sicherheitsbedenken angesichts glatter Straßen.

Laut Straßenverkehrsordnung (StVO) sind bei Eis, Schnee oder Frost geeignete Reifen vorgeschrieben. Sommerreifen können bereits bei Temperaturen unter 7 °C verhärten und an Haftung verlieren. Winterreifen hingegen verkürzen den Bremsweg bei einer Notbremsung aus 50 km/h um bis zu zehn Meter im Vergleich zu Sommerreifen.

Reifen mit dem Alpine-Symbol (Schneeflocke mit Berg) sind von Oktober bis Ostern zugelassen. Ganzjahres- oder Allwetterreifen mit der M+S-Kennzeichnung dürfen aufgrund einer Übergangsregelung noch bis September 2024 genutzt werden. Erst kürzlich musste die L331 bei Königswinter-Ittenbach wegen Glatteis gesperrt werden – ein deutliches Warnsignal für die Gefahren unangepasster Bereifung.

Wer ohne passende Reifen erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von 60 Euro rechnen. Kommt es zu einem Unfall, steigt die Strafe auf 120 Euro, zudem gibt es einen Punkt im Fahrerregister in Flensburg. Die Behörden setzen auf konsequente Kontrollen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Winterreifen werden dringend empfohlen, um bei Kälte besseren Grip zu gewährleisten. Die Sanktionen sollen sicherstellen, dass sich alle Autofahrer an die gesetzlichen Vorgaben halten.

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