Brüder Dramé kämpfen um Bleiberecht – Dortmund wird zur neuen Heimat
Julian FrankeDortmund-Allianz kämpft um Wohnsitz der Dramé-Brüder - Brüder Dramé kämpfen um Bleiberecht – Dortmund wird zur neuen Heimat
Sidy und Lassana Dramé haben Berlin verlassen und sind nach Dortmund gereist, um am Prozess über den Tod ihres Bruders Mouhamed teilzunehmen. Die Stadt ist inzwischen zum Mittelpunkt ihres Lebens geworden, da ihre Aufenthaltsgenehmigungen in Stuttgart abgelaufen sind. Unterdessen setzt sich ein lokales Bündnis dafür ein, dass sie dauerhaft in Borussia Dortmund bleiben dürfen.
Mouhamed Dramé wurde 2022 von einem Polizisten durch Schüsse getötet, wobei das Gericht die Tat später als Notwehr einstufte. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Familie Dramé haben seitdem gegen das Urteil Berufung eingelegt.
Seit ihrer Ankunft in Deutschland haben Sidy und Lassana Deutschkurse besucht und sich ehrenamtlich in der Gemeinde engagiert. Sie erhielten auch Arbeitsangebote, doch diese ruhen vorerst, bis die Ausländerbehörde ihren Status in Stuttgart klärt.
Ein Dortmunder Bündnis hat nun einen offenen Brief gestartet, in dem sichere Aufenthaltsrechte für die Brüder gefordert werden. Die Initiative sieht darin einen Akt der Solidarität. Zu ihren Forderungen gehören die Verlängerung der Aufenthaltserlaubnisse, ein langfristiges Bleiberecht sowie eine Arbeitserlaubnis.
Die Brüder Dramé leben derzeit in Unsicherheit, da ihr rechtlicher Status weiterhin ungeklärt ist. Das Ergebnis der Berufungsverhandlung und die Kampagne des Bündnisses werden entscheiden, ob sie in Dortmund bleiben und arbeiten können. Bis dahin hängt ihre Zukunft in der Stadt in der Schwebe.
