01 February 2026, 16:37

CDU fordert bundesweite Drohnenabwehr – und die Bundeswehr steht bereit

Eine Drohne fliegt über einer Stadt mit Gebäuden, Bäumen und Fahrzeugen, wobei ein Fluss und eine Brücke im Hintergrund zu sehen sind.

CDU fordert bundesweite Drohnenabwehr – und die Bundeswehr steht bereit

NRWs CDU drängt auf bundesweite Drohnenabwehrstrategie gegen wachsende Bedrohungen aus der Luft

Die CDU in Nordrhein-Westfalen fordert eine bundesweite Strategie zur Abwehr von Drohnen, um der zunehmenden Gefahr durch unbemannte Flugsysteme in Deutschland zu begegnen. Experten warnen, dass die aktuellen Maßnahmen zu zersplittert sind, um die wachsende Bedrohung wirksam einzudämmen.

In den vergangenen fünf Jahren hat die Bundeswehr Schritte unternommen, um militärische Drohnen abzuwehren. 2023 schloss sie einen Vertrag für das Luftabwehrsystem Skynex von Rheinmetall, das feindliche Drohnen abfangen soll. Im selben Jahr wurden Hensoldts Twinvis-Radare eingesetzt, um Kurzstreckenbedrohungen zu erkennen, während seit 2021 KI-gestützte Aufrüstungen des TRML-4D-Radars laufen. Die Streitkräfte testeten diese Systeme in Übungen wie Joint Fires (2024, Polen) und Frühling Note (2025, Deutschland) und richtete 2023 ein Kompetenzzentrum zur Bekämpfung unbemannter Luftfahrtsysteme (Counter-UAS) ein.

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Doch nach wie vor gibt es Lücken bei der Aufgabenteilung zwischen Bund, Ländern und Militär. Regionale Polizeikräfte sind oft die ersten, die bei Drohnenvorfällen eingreifen, verfügen aber weder über spezialisierte Ausrüstung noch über klare rechtliche Handlungsrahmen. Die geplante Strategie soll diese Zuständigkeiten straffen, um schnellere und besser koordinierte Reaktionen zu ermöglichen. Zudem müssten Betreiber kritischer Infrastrukturen Risiken bewerten und standardisierte Schutzmaßnahmen umsetzen.

Um die Abwehr zu stärken, sieht der Plan die Schaffung mobiler Anti-Drohnen-Einheiten sowie eine bessere militärische Unterstützung bei Hochleistungsbedrohungen vor. Ziel ist es, Unklarheiten darüber zu beseitigen, wer für welche Gefahren zuständig ist, und bundesweit einheitliche Richtlinien zu schaffen.

Eine nationale Strategie würde nicht nur die Rollenverteilung klären und die Reaktion auf Drohnenangriffe verbessern, sondern auch sicherstellen, dass Polizei, Militär und Infrastrukturverantwortliche nach einheitlichen Regeln handeln. Mit ihrem Vorstoß will die CDU bestehende Schwachstellen schließen und ein sichereres System zum Umgang mit Luftgefahren etablieren.