CDU Rhein-Berg setzt beim Politischen Aschermittwoch auf Kritik und Zusammenarbeit
Anton MeyerCDU Rhein-Berg setzt beim Politischen Aschermittwoch auf Kritik und Zusammenarbeit
Die CDU Rhein-Berg beendete die Karnevalssaison mit ihrer Politischen Aschermittwochsveranstaltung im Bürgerhaus Bergischer Löwe in Bergisch Gladbach. Organisiert vom neu gewählten Kreisvorsitzenden Maurice Winter, stand die Veranstaltung im Zeichen eines Hauptvortrags von Johannes Winkel, Bundestagsabgeordneter und Bundesvorsitzender der Jungen Union Deutschlands. Der Abend verband eine Rückschau auf vergangene Erfolge mit pointierter Kritik an der aktuellen Bundespolitik.
Maurice Winter eröffnete die Veranstaltung mit einem Appell an Verantwortungsbewusstsein und überparteiliche Zusammenarbeit. Er dankte den lokalen Grünen und der SPD für die jahrelange konstruktive Kooperation und hob die seit einem Jahrzehnt bestehende Partnerschaft im Rheinisch-Bergischen Kreis hervor. Zu den gemeinsamen Projekten zählte ein am 5. März – nach der Wahl 2025 – geplanter Antrag zur Entwicklung eines städtebaulichen Masterplans für die Bergisch Gladbacher Innenstadt. Dieser soll das Zanders-Gelände, den Bahnhofsbereich, das Postareal, die Altstadthäuser und die Stadtbibliothek umfassen. Zwar endete nach der Wahl die CDU-Grüne Koalition auf Kreisebene zugunsten einer CDU-SPD-Allianz unter Landrat Arne von Boetticher, doch der Antrag markierte das erste große Vorhaben, das die drei größten Fraktionen im Rat vereinte.
Johannes Winkels Rede fiel deutlich kämpferischer aus. Er kritisierte die Richtung der Bundesregierung und forderte eine offene Debatte über umstrittene Themen wie Migration und Sicherheit. Winkel mahnte, Deutschland solle sich auf seine Kernkompetenzen besinnen und eine Politik priorisieren, die junge Menschen fördert und langfristige Stabilität sichert. Seine mit klaren Positionen gespickte Ansprache prägte die Veranstaltung als Forum für ungeschminkten politischen Diskurs.
Die Stimmung spiegelte den Charakter des Politischen Aschermittwochs wider – eine Mischung aus Rückblick und Zukunftsorientierung. Die Teilnehmer tauschten sich lebhaft aus, wobei unterschiedliche Standpunkte offen zur Sprache kamen.
Die Veranstaltung unterstrich sowohl die bisherigen Erfolge der CDU Rhein-Berg als auch ihren Blick nach vorn. Während Winter die Bedeutung von Zusammenarbeit betonte, forderte Winkel entschlossenes Handeln bei nationalen Herausforderungen. Die Diskussionen gaben dabei den Ton für den politischen Kurs der Partei in der kommenden Legislaturperiode vor.
