CDU Solingen will Mobbing in Schulen und Kitas entschlossener bekämpfen
Lina SchmidtCDU Solingen will Mobbing in Schulen und Kitas entschlossener bekämpfen
CDU Solingen fordert stärkere Auseinandersetzung mit Mobbing in Schulen und Kitas
Die Solinger CDU drängt auf eine genauere Untersuchung des Mobbingproblems in örtlichen Schulen und Kindertageseinrichtungen. Die Partei zeigt sich besorgt über die Häufigkeit, mit der Kinder – sowohl im persönlichen Umfeld als auch digital – Schikanen ausgesetzt sind. Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund nationaler Studien, die auf ein flächendeckendes Problem in ganz Deutschland hinweisen.
Aktuelle Zahlen unterstreichen das Ausmaß: Eine PISA-Studie aus dem Jahr 2022 ergab, dass 21 Prozent der 15-Jährigen in Deutschland mindestens mehrmals im Monat gemobbt werden. Übertragen auf Solingen wären das etwa 2.800 betroffene Schülerinnen und Schüler. Eine weitere Erhebung der Techniker Krankenkasse schätzt, dass bundesweit jedes sechste Schulkind bereits Mobbing erlebt hat.
Die CDU fragt nun nach, welche Maßnahmen in Solingen bereits ergriffen werden, um Mobbing vorzubeugen. Zudem will die Partei wissen, wie die Personalsituation in Kitas und Grundschulen diese Bemühungen unterstützt. In der Anfrage wird auch kritisch hinterfragt, nach welchen Kriterien beurteilt wird, ob die bestehenden Präventionsprogramme wirksam sind.
Ein besonderer Fokus liegt auf digitalem Mobbing. Die CDU verweist auf zunehmende Konflikte und Belästigungen in Klassenchatgruppen als wachsendes Problem. Zwar gibt es keine lokalen Daten dazu, wie viele Kinder aufgrund von Mobbing medizinische oder psychologische Hilfe in Anspruch nehmen müssen, doch nationale Studien deuten auf erhebliche Folgen hin. So zeigte eine Bundestags-Sitzung 2026, dass 22 Prozent der Jugendlichen Gewalt in der Schule erlebt hatten, während eine Cyberlife-Studie von 2022 ergab, dass 16,7 Prozent bereits Cybermobbing ausgesetzt waren.
Das Thema wird in den kommenden Wochen in zwei Ausschüssen des Stadtrats behandelt. Die CDU erhofft sich daraus eine vertiefte Debatte darüber, wie Solingen seine Kinder besser schützen kann.
Ziel der CDU-Anfrage ist es, die Mobbingprävention stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Angesichts nationaler Daten, die Tausende gefährdete Kinder zeigen, fordert die Partei klare Antworten zu den lokalen Anstrengungen. Die Ergebnisse der anstehenden Ausschusssitzungen werden die weiteren Schritte für Solingens Schulen und Kitas bestimmen.






