13 June 2026, 18:12

CDU zerrissen: Soll die Partei mit der AfD paktieren oder nicht?

Unionspolitiker warnen vor Abschwächen des Schutzes gegen die AfD

CDU zerrissen: Soll die Partei mit der AfD paktieren oder nicht?

In der deutschen CDU wachsen vor den anstehenden Landtagswahlen die Spannungen über eine mögliche Zusammenarbeit mit der AfD. Führende Parteimitglieder sprechen sich vehement gegen ein Bündnis mit der rechtsextremen Partei aus. Die Debatte offenbart tiefe Gräben darüber, wie mit dem wachsenden Einfluss der AfD umgegangen werden soll.

Karl-Josef Laumann, Arbeitsminister von Nordrhein-Westfalen und stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU, bezieht eine klare Position. Er erklärte, er werde die Partei verlassen, falls sie eine Koalition mit der AfD eingehe oder aktiv mit ihr zusammenarbeite. Zudem betonte er, die Positionen der AfD stünden im fundamentalen Widerspruch zu den christlich-demokratischen Werten.

Laumann lehnte Forderungen ab, die bestehende „Brandmauer“ der CDU gegen die AfD durch ein System „roter Linien“ zu ersetzen. Er verwies darauf, dass es demokratischen Kräften bereits gelungen sei, die AfD in Thüringen und Sachsen zu isolieren. Darüber hinaus rief er die CDU dazu auf, nicht auf parlamentarische Initiativen zu verzichten, nur weil die AfD sie möglicherweise unterstützen könnte.

Herbert Reul, Innenminister von Nordrhein-Westfalen und CDU-Mitglied, teilte diese Bedenken. Er bezeichnete die AfD und ihre Ideologie als die größte Gefahr für die Demokratie. Auch Dennis Radtke, CDU-Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Arbeitnehmer in der CDU, warnte vor jeder Form der Zusammenarbeit mit der AfD.

Demgegenüber prognostizierte der Hamburger CDU-Chef Dennis Thering „massive Umbrüche“ innerhalb der Partei, falls sie nach den Landtagswahlen in den ostdeutschen Bundesländern eine Kooperation mit der AfD anstrebe.

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Die CDU bleibt in ihrer Haltung zur AfD gespalten. Während führende Vertreter auf Distanz beharren, rechnen andere mit internen Konflikten, sollte die Partei ihre Position ändern. Die Ergebnisse der Landtagswahlen könnten die Debatte weiter anheizen.

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