07 February 2026, 08:28

CSU-Politiker nutzen Fastnacht in Franken für politische Botschaften in Kostümform

Ein aufgeschlagenes Buch mit dem Titel "Cravestissements, Karneval de 1781", das eine Zeichnung von drei Frauen in bunten, detaillierten Kleidern und einem Mann in einem grünen Anzug zeigt.

CSU-Politiker nutzen Fastnacht in Franken für politische Botschaften in Kostümform

Politiker der deutschen CSU sorgten bei der diesjährigen Fastnacht in Franken-Gala mit ihren Kostümen für markante Aussagen. Die jährliche Veranstaltung in Veitshöchheim bot prominenten Persönlichkeiten die Gelegenheit, ihre Anzüge gegen aufwendige Verkleidungen zu tauschen – jede mit einer klaren Botschaft. Von historischen Kriegern bis hin zu Umweltschützern lösten die Outfits Diskussionen weit über die Feierlichkeiten hinaus aus.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder erschien als Braveheart, komplett mit blau bemaltem Gesicht und Kilt. Er zog eine direkte Parallele zwischen dem Freiheitskampf des schottischen Rebellen und Bayerns Widerstand gegen bundespolitischen Einfluss. Söder betonte, das Kostüm stehe "ein bisschen für Bayern und Berlin" und unterstrich damit die Werte von Autonomie und Widerstandsgeist. Unmittelbare Reaktionen von Bundesvertretern oder politischen Kontrahenten blieben in den Tagen nach der Veranstaltung aus.

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Bundesinnenminister Alexander Dobrindt setzte auf einen lockeren Auftritt und verkleidete sich als Lucky Luke. Mit seiner charakteristischen Tolle und einer Banane am Gürtel imitierte er den berühmten Comic-Cowboy – ein heiterer Kontrast zu den politischen Untertönen anderer Kostüme.

Dorothee Bär, Bundesforschungsministerin, nutzte ihre Verkleidung, um ihren beruflichen Schwerpunkt zu betonen. In einem Ensemble, das die Weltmeere symbolisierte, bezog sie sich auf ihr Ressort in der Meeresforschung und Nachhaltigkeit.

Ilse Aigner, Präsidentin des Bayerischen Landtags, wählte ein Suffragetten-Kostüm, um eine eigene Aussage zu treffen. Die Verkleidung unterstrich ihren Appell für mehr weibliche Repräsentation in der Politik und verband historische Gleichstellungskämpfe mit aktuellen Herausforderungen.

Die Gala zeigte mehr als nur festliche Kostüme – jede Verkleidung trug eine bewusste Botschaft. Söders Braveheart-Hommage unterstrich Bayerns Streben nach Eigenständigkeit, während andere ihre Outfits nutzten, um Forschung, Gleichberechtigung oder Humor zu fördern. Die Veranstaltung machte deutlich: Selbst in der Karnevalszeit bleibt die politische Bühne ein Ort der Aussagekraft.