DeepL plant Börsengang in den USA – KI-Übersetzer strebt Milliardenbewertung an
Anton MeyerDeepL plant Börsengang in den USA – KI-Übersetzer strebt Milliardenbewertung an
Kölner KI-Übersetzungsunternehmen DeepL lotet Börsengang in den USA aus
Das in Köln ansässige KI-Übersetzungsunternehmen DeepL prüft einen Börsengang in den USA. Das 2017 gegründete Start-up hat erste Gespräche mit Finanzberatern über einen möglichen IPO aufgenommen. Bei Erfolg könnte der Schritt bereits im kommenden Jahr vollzogen werden.
DeepL hat seit seinem Marktstart ein rasantes Wachstum erlebt und beschäftigt mittlerweile über 100 Mitarbeiter. Seine auf künstlicher Intelligenz basierenden Übersetzungstools haben großes Investoreninteresse geweckt, darunter eine Finanzierungsrunde über 300 Millionen US-Dollar im Mai 2024. Damals verdoppelte sich der Unternehmenswert auf zwei Milliarden Dollar.
Laut Insidern strebt DeepL nun eine Bewertung von bis zu fünf Milliarden Dollar für den Börsengang an. Zwar wurde noch keine bestimmte US-Börse genannt, doch die Pläne des Unternehmens spiegeln das generelle Vertrauen in KI-gestützte Geschäfte wider. Der Sektor verzeichnet steigende Investitionen – so kündigte der Chiphersteller Nvidia kürzlich eine mögliche Beteiligung in Höhe von 100 Milliarden Dollar an OpenAI für neue Rechenzentren an.
Die IPO-Gespräche von DeepL fallen in eine Phase, in der auch andere deutsche KI-Firmen an Fahrt aufnehmen. Berichten zufolge verhandelt das Start-up Black Forest Labs über eine Finanzierungsrunde, die das Unternehmen mit rund vier Milliarden Dollar bewerten könnte.
Ein erfolgreicher Börsengang wäre ein bedeutender Meilenstein für DeepL, das einst als kleines Übersetzungs-Start-up begann. Das Wachstum des Unternehmens spiegelt den allgemeinen Trend bei KI-Investitionen wider, bei dem die Nachfrage nach fortschrittlichen Tools Finanzierungen und Expansion vorantreibt. Sollte der Börsengang gelingen, könnte dies das internationale Ansehen europäischer KI-Unternehmen weiter stärken.






