Dortmund jagt Bayern: Drei-Punkte-Rückstand nach dramatischem Wolfsburg-Sieg
Lina SchmidtDortmund jagt Bayern: Drei-Punkte-Rückstand nach dramatischem Wolfsburg-Sieg
Borussia Dortmund verkürzt FC Bayern Münchens Vorsprung in der Bundesliga auf nur noch drei Punkte – dank eines hart erkämpften 2:1-Siegs gegen den VfL Wolfsburg. Der Erfolg hält die Meisterschaftsträume der Dortmunder am Leben, auch wenn Mittelfeldspieler Julian Brandt einräumt, dass noch mehr Glück nötig sein wird, um die Lücke weiter zu schließen. Das direkte Duell der beiden Topteams am 28. Februar könnte sich als entscheidend im Titelrennen erweisen.
Der Sieg gegen Wolfsburg kam zu einem entscheidenden Zeitpunkt der Saison. Während der FC Bayern München nach 20 Spieltagen bei 51 Punkten steht, zeigt Dortmunds Bilanz von 45 Zählern – in der "wahren Tabelle" aufgrund umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen sogar auf 48 korrigiert – ihren ungebrochenen Willen, die regierenden Meister herauszufordern. Historisch betrachtet dominiert FC Bayern die Liga, darunter eine elf Punkte große Führung zur Saisonhalbzeit in dieser Spielzeit sowie starke Schlussphasen in vergangenen Jahren.
Verteidiger Nico Schlotterbeck hat wiederholt seine Titelgier betont und erklärte kürzlich: "Die Jungs haben diese Woche gesehen, wie sehr ich für diesen Titel brenne." Sein kämpferischer Aufruf scheint die Mannschaft beflügelt zu haben, die nun mit neuem Elan in die Offensive geht. Während Schlotterbecks Leidenschaft unübersehbar ist, bleibt Brandt vorsichtig – ohne große Prognosen, aber mit der Bestätigung, dass das Team an die eigenen Chancen glaubt.
FC Bayern behält zwar weiterhin die besseren Karten und könnte seinen Vorsprung am Sonntag im Spiel gegen die TSG Hoffenheim sogar ausbauen. Doch Dortmunds aktuelle Form und das bevorstehende Topspiel am 28. Februar bieten eine echte Chance, die Machtverhältnisse zu ihren Gunsten zu verschieben.
Das Titelrennen bleibt spannend wie nie: Der Sieg gegen Wolfsburg hält den Druck auf den Rekordmeister aufrecht. Schlotterbecks Entschlossenheit und Brandts nüchterne Zuversicht spiegeln eine Mannschaft wider, die bis zum Schluss kämpfen wird. Das Ergebnis des Duells am 28. Februar dürfte eine zentrale Rolle bei der Frage spielen, wer am Ende die Meisterschale in den Händen hält.
