Dortmund wählt erstmals seit 78 Jahren keinen SPD-Bürgermeister
Dortmund hat nach fast acht Jahrzehnten erstmals einen Oberbürgermeister gewählt, der nicht der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) angehört. Alexander Kalouti, Politiker der Christlich Demokratischen Union (CDU), übernimmt das Amt nach 78 Jahren SPD-Führung. Obwohl er im Stadtrat über keine Mehrheit verfügt, ist der 57-jährige ehemalige Schauspieler entschlossen, die Dortmunder Innenstadt neu zu beleben und dem städtischen Niedergang entgegenzuwirken. Kalouti, der seine Amtseinführung mit einem "Premierenabend" vergleicht, übernimmt ein komplexes politisches Umfeld. Seine CDU-Fraktion ist zwar zweitstärkste Kraft, doch die SPD bleibt die größte Gruppe. Im Rat sind über ein Dutzend Fraktionen und Gruppierungen vertreten. Um seine Vorhaben voranzubringen, plant Kalouti, je nach Thema wechselnde Bündnisse zu schmieden. Sein oberstes Ziel ist die Schaffung lebendigerer öffentlicher Räume – als Vorbild dient ihm der beliebte After-Work-Markt, der bereits erfolgreich Menschen in die Stadt zurücklockt. Die offizielle Amtsübergabe zwischen Kalouti und seinem Vorgänger Thomas Westphal fand aufgrund von Terminüberschneidungen nicht statt. Die konstituierende Sitzung des Stadtrats ist jedoch für den 13. November angesetzt, die erste Ratssitzung unter Kaloutis Führung folgt am 21. November 2025. Seit seiner Wahl bereitet sich Kalouti intensiv vor: Er trifft sich mit Stadträten und studiert die kommunale Satzung der Stadt. Alexander Kalouti beginnt seine Amtszeit als Dortmunder Oberbürgermeister mit einer klaren Vision und einem ungewöhnlichen Werdegang. Trotz der politischen Zersplitterung will er die Innenstadt revitalisieren und attraktivere öffentliche Plätze schaffen. Mit der ersten Ratssitzung in Aussicht blickt Dortmund gespannt auf die Auswirkungen der neuen Führung für die Zukunft der Stadt.
