Dortmunder Forscher revolutionieren Elektroauto-Technologie mit Hochvolt-Antrieben
Anton MeyerDortmunder Forscher revolutionieren Elektroauto-Technologie mit Hochvolt-Antrieben
Forscherinnen und Forscher der Fachhochschule Dortmund leiten eine neue Initiative zur Weiterentwicklung der Elektroauto-Technologie. Das Projekt ODYSSEV, gefördert durch das EU-Programm Horizon Europe, konzentriert sich auf die Entwicklung von Hochvolt-Antriebssystemen für schnellere und effizientere Elektrofahrzeuge. Vierzehn Partner aus acht europäischen Ländern – darunter Mitsubishi Electric Europe – sind an der Initiative beteiligt.
Das Vorhaben umfasst alle Phasen der Hochvolt-Systementwicklung: von fortschrittlichen Halbleitern bis hin zur vollständigen Integration in zentrale Komponenten. Im Mittelpunkt steht ein speziell entwickelter Elektromotor in Kombination mit einem flexibel konfigurierbaren Akkupack, der skalierbar und besonders effizient ausgelegt ist. Diese Systeme arbeiten mit Spannungen von über 1.000 Volt, was den Energiefluss beschleunigt, die Ladezeiten verkürzt und Wärmeverluste reduziert.
Eine der größten Herausforderungen besteht darin, bei solchen Hochspannungen Sicherheit und Zuverlässigkeit zu gewährleisten. Das Team arbeitet an Lösungen für Isolationsanforderungen und die Grenzen herkömmlicher Halbleiter – unterstützt durch digitale Modellierung und Simulationen. Diese virtuellen Werkzeuge ermöglichen es, Designs zu optimieren, bevor reale Tests beginnen.
Noch in diesem Jahr soll der erste Prototyp auf der Teststrecke LaSiSe in Selm erprobt werden. Parallel dazu findet im Juni das nächste Koordinationstreffen an der Fachhochschule Dortmund statt. Langfristiges Ziel des Projekts ist es, die Einführung von Hochvolt-Technologie in Elektrofahrzeugen zu beschleunigen und gleichzeitig hohe Sicherheitsstandards zu setzen.
Mit ODYSSEV will das Konsortium Hochvolt-Antriebssysteme für den praktischen Einsatz in Elektroautos realisierbar machen. Durch die Kombination von digitaler Optimierung und realen Tests strebt das Team schnellere Ladevorgänge, leichtere Bauteile und eine höhere Effizienz an. Die Ergebnisse könnten künftige Standards für Hochvolt-Elektrofahrzeuge in ganz Europa prägen.
