Dortmunds Krise: Warum Sammer trotz Schwächephase an Kovač festhält
Anton MeyerDortmunds Krise: Warum Sammer trotz Schwächephase an Kovač festhält
Borussia Dortmunds aktuelle Schwächephase sorgt für Frust bei Fans und Funktionären. Obwohl die Mannschaft in der Bundesliga auf Platz zwei steht, liegt sie bereits neun Punkte hinter Tabellenführer FC Bayern München zurück. Vereinsberater Matthias Sammer stellt sich jedoch weiterhin hinter Trainer Niko Kovač und weist Kritik an dessen Führung zurück.
Vor der Winterpause gelang Dortmund in den letzten zehn Pflichtspielen nur noch vier Siege. Diese Leistungsflaute hat den Druck auf Kovač erhöht, während einige Anhänger seine Taktik und die Ergebnisse infrage stellen. Sammer betont jedoch, dass der Trainer zu Unrecht für die schwachen Leistungen verantwortlich gemacht werde.
Der Vereinsberater verteidigt Kovač seit Wochen und argumentiert, dass die Mannschaft unter seiner Leitung weiterhin das Potenzial habe, Titel zu gewinnen. Zwar räumt er die Lücke zu FC Bayern ein, hält einen Platz unter den ersten Vier aber für realistisch. Zugleich lehnte er Forderungen nach attraktiverem Fußball ab und stellte klar, dass Erfolg sich an Titeln – nicht am Spielstil – messen lassen müsse. Trotz wachsender Unzufriedenheit deutet Sammers öffentliche Unterstützung darauf hin, dass die Vereinsführung weiterhin an Kovačs langfristiger Vision festhält. Auch Carsten Cramer, seit November 2025 BVB-Vorsitzender, hat sich bisher nicht öffentlich gegen den Kurs des Trainers gestellt.
Dortmunds Tabellenplatz verschleiert die tiefer liegenden Probleme der jüngsten Leistungen. Sammers anhaltendes Vertrauen in Kovač signalisiert zwar Zuversicht auf eine Wende, doch muss die Mannschaft sich steigern, um wieder um Titel mitspielen zu können. Kurzfristig steht vor allem die Champions-League-Qualifikation und das Aufholen auf Bayern München im Fokus.
