Dortmunds späte Elfmeter-Rettung: 3:2 gegen St. Pauli in dramatischer Schlussphase
Philipp SchulteBundeskanzler Merz sieht glücklichen BVB-Sieg - Dortmunds späte Elfmeter-Rettung: 3:2 gegen St. Pauli in dramatischer Schlussphase
Borussia Dortmund sichert sich in dramatischer Schlussphase 3:2-Sieg gegen den FC St. Pauli in der 1. Bundesliga
In einem spannungsgeladenen Bundesliga-Duell setzte sich Borussia Dortmund am Samstag mit 3:2 gegen den FC St. Pauli durch. Das Spiel im heimischen Signal Iduna Park verfolgte Kanzler Friedrich Merz bei seinem ersten Besuch als Amtsinhaber – ein leidenschaftlicher BVB-Fan, der die Partie von der Tribüne aus mitverfolgte. Trotz einer wackeligen Leistung sicherten sich die Hausherren den Sieg erst in der Nachspielzeit durch einen Elfmeter.
Unter Trainer Niko Kovač begann Dortmund schwach und kämpfte lange mit der Spielkontrolle. Dennoch ging die Mannschaft mit 1:0 durch ein Tor von Julian Brandt in die Pause. Karim Adeyemi erhöhte kurz nach Wiederanpfiff auf 2:0.
Doch der Vorsprung schmolz schnell dahin. Die Dortmunder Abwehr brach zusammen, und St. Pauli kämpfte sich zurück ins Spiel. James Sands und Ricky-Jade Jones trafen zum 2:2-Ausgleich. Mit den Erinnerungen an den Saisonauftakt-Kollaps noch frisch im Gedächtnis schien Dortmund vor einer weiteren Enttäuschung zu stehen. In der 95. Minute entschied der Videoschiedsrichter jedoch auf Elfmeter für die Gastgeber. Kapitän Emre Can trat an und verwandelte eiskalt – der 3:2-Endstand in der Nachspielzeit war perfekt. Kanzler Merz, der neben BVB-Präsident Hans-Joachim Watzke Platz genommen hatte, erlebte die fast-Katastrophe hautnah mit. Seine Anwesenheit verleiht der dramatischen Partie eine zusätzliche Brisanz, da Dortmund nur knapp eine weitere blamable Niederlage in der 1. Bundesliga abwendete.
Der Sieg hält die Dortmunder in der Bundesliga auf Kurs, doch die Leistungen in der zweiten Halbzeit geben Anlass zur Sorge. Emre Can rettete die Mannschaft mit seinem späten Treffer vor schärferer Kritik, während St. Pauli trotz einer kämpferischen Aufholjagd mit leeren Händen blieb. Für Merz markierte das Spiel einen denkwürdigen – wenn auch nervenaufreibenden – Auftakt seiner Kanzlerschaft auf der Tribüne.
