15 April 2026, 22:14

Düsseldorf baut erste Pilotanlage für nachhaltigen Flugkraftstoff bis 2028

Großes Passagierflugzeug auf einer Flughafenpiste mit Gras, Pflanzen, Gebäuden, Fahrzeugen, Masten und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Düsseldorf baut erste Pilotanlage für nachhaltigen Flugkraftstoff bis 2028

Am Flughafen Düsseldorf entsteht eine neue Anlage für nachhaltigen Flugkraftstoff (SAF). Die Unternehmen Greenlyte und Eurowings haben eine Zusammenarbeit vereinbart, um das Projekt bis 2028 in die Produktion zu führen. Die Initiative ist ein Schritt hin zu umweltfreundlicherem Fliegen, auch wenn der Kraftstoff deutlich teurer sein wird als herkömmliches Kerosin.

Die Partnerschaft zwischen Greenlyte und Eurowings wurde mit einer Absichtserklärung besiegelt. Mit dem Bau der Anlage soll 2027 begonnen werden, sobald die behördlichen Genehmigungen im Jahr 2026 vorliegen. Die Pilotanlage dient als Testfall, um die Machbarkeit einer großtechnischen SAF-Produktion in Zukunft zu demonstrieren.

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Greenlytes Technologie filtert Kohlendioxid aus der Luft und verbindet es mit grünem Wasserstoff, um synthetischen Kraftstoff herzustellen. Die geplante Jahresproduktion von etwa 150 Tonnen SAF würde – bei einer 50-prozentigen Beimischung zu herkömmlichem Kerosin – rund 60 Flüge zwischen Düsseldorf und Palma decken. Eurowings hat zugesagt, die gesamte Produktion für die ersten drei Jahre abzunehmen.

Das Projekt hat ein Investitionsvolumen von über 10 Millionen Euro. Trotz der hohen Kosten fordert Eurowings-CEO Jens Bischof politische Unterstützung, um weitere Investitionen in solche Anlagen anzuregen. Der nachhaltige Kraftstoff wird voraussichtlich bis zu zehnmal teurer sein als erdölbasiertes Kerosin – ein Zeichen für die Herausforderungen bei der Skalierung klimafreundlicher Alternativen.

Die Düsseldorfer Anlage soll 2028 den Betrieb aufnehmen und zunächst eine kleine, aber wichtige Menge an SAF liefern. Eurowings wird die gesamte Produktion zunächst selbst nutzen. Der Erfolg des Projekts könnte künftige Investitionen in CO₂-arme Flugkraftstoffe beeinflussen. Die höheren Kosten bleiben jedoch ein Hindernis für eine breitere Einführung.

Quelle