Düsseldorf schafft Bargeld in Bürgerämtern ab – nur noch zwei Ausnahmen
Philipp SchulteDüsseldorf schafft Bargeld in Bürgerämtern ab – nur noch zwei Ausnahmen
Düsseldorf hat einen weiteren Schritt in Richtung einer vollständig digitalen Verwaltung gemacht, indem es in den meisten Bürgerämtern die Barzahlung abschafft. Die Umstellung begann Anfang dieses Jahres mit einer Testphase in drei Stadtbezirken und wurde nun auf die gesamte Stadt ausgeweitet. Ziel der Behörden ist es, Transaktionen zu beschleunigen, den Papierkram zu reduzieren und die Sicherheit an den Servicepunkten zu erhöhen.
Die Veränderung startete im März 2024, als drei Bezirke das bargeldlose Bezahlen erprobten. Bis Juli zogen die übrigen sieben Bezirke nach. Während der Testphase stieg der Anteil der bargeldlosen Zahlungen deutlich von 90 auf fast 98 Prozent.
Bürger können nun mit EC- oder Kreditkarte bezahlen sowie mobile Optionen wie Google Pay oder Apple Pay nutzen. Bei technischen Problemen erhalten die Kunden eine Rechnung, die sie später begleichen können. Trotz der Umstellung nehmen zwei Standorte weiterhin Bargeld an: das Bürgeramt an der Willi-Becker-Allee und das Servicecenter am Hauptbahnhof, wo jedoch eine Terminvereinbarung erforderlich ist.
Stellvertretender Bürgermeister Olaf Wagner bezeichnete den Schritt als „wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Modernisierung der städtischen Dienstleistungen“. Er betonte die Vorteile kürzerer Bearbeitungszeiten, schlankerer Abläufe und einer besseren Sicherheit für Mitarbeiter und Besucher. Die letzte Phase der Umstellung trat am 1. November in Kraft, als alle Bezirksämter die Annahme von Bargeld vollständig einstellten.
Das neue System bedeutet, dass die meisten Verwaltungsgebühren in Düsseldorf nun elektronisch beglichen werden müssen. Ausnahmen gibt es nur noch an den beiden genannten Standorten. Die Stadt erwartet, dass die Änderung Wartezeiten verkürzt und die Effizienz im öffentlichen Service steigert.






