Düsseldorfer Ausstellung ehrt vergessene jüdische Innovatoren und ihre weltbewegenden Erfindungen
Julian FrankeDüsseldorfer Ausstellung ehrt vergessene jüdische Innovatoren und ihre weltbewegenden Erfindungen
Eine neue Ausstellung in Düsseldorf würdigt drei jüdische Unternehmer, deren Innovationen die Stadt und die Welt prägten
Ab dem 31. Oktober 2024 beleuchtet die Ausstellung „Innovativ. Erfolgreich. Jüdisch.“ das Wirken von Abraham Freundlich, Albert Schöndorff und Ludwig Loewy – Pioniere, deren Leistungen durch die nationalsozialistische Verfolgung fast in Vergessenheit gerieten. Ihre Entwicklungen in den Bereichen Kältetechnik, Straßenbahnbau und Hydraulik hinterließen Spuren, die noch heute den Alltag prägen.
Die Schau in der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf stellt drei Männer vor, deren Erfindungen ganze Branchen revolutionierten. Der Autodidakt Abraham Freundlich trieb die frühe Kühltechnik in Düsseldorf voran. Albert Schöndorff begann 1890 mit einer Bettenfabrik, bevor er zu einem führenden Hersteller von Straßenbahnen aufstieg. Ludwig Loewy, ein Ingenieur aus Böhmen, machte das Düsseldorfer Unternehmen Schloemann mit hydraulischen Pressen weltweit bekannt.
Kuratorin Hildegard Jakobs und das Düsseldorfer Büro Ullrich gestalteten die Ausstellung mit dem Ziel, diese Persönlichkeiten wieder ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Die Nationalsozialisten verfolgten erfolgreiche jüdische Unternehmer wie sie systematisch und versuchten, ihr Erbe auszulöschen. Heute unterstützen Institutionen wie die Familie Richard Markus, die Dr.-Edmund-Spohr-Familienstiftung und die Industrie- und Handelskammer das Projekt, um ihre Geschichten zu bewahren.
Der Eintritt ist frei, die Ausstellung läuft bis zum 28. September 2025. Gruppenführungen können nach Voranmeldung per Telefon oder E-Mail gebucht werden.
Fast ein Jahr lang bietet die Schau die Gelegenheit, die prägende Wirkung von Freundlich, Schöndorff und Loewy neu zu entdecken. Ihre Innovationen in Technik und Produktion trieben einst den Fortschritt in Düsseldorf und darüber hinaus voran. Indem ihr Wirken lebendig gehalten wird, stellt das Projekt sicher, dass ihre Verdienste nicht in Vergessenheit geraten.






