Ehemaliges Finanzamt wird erneut zur Flüchtlingsunterkunft in der Goedelerstraße
Anton MeyerEhemaliges Finanzamt wird erneut zur Flüchtlingsunterkunft in der Goedelerstraße
Die Stadt bereitet die Wiedereröffnung eines ehemaligen Finanzamts in der Goedelerstraße als Unterkunft für Geflüchtete vor. Das Gebäude wurde zuletzt während der Migrationswelle 2016/2017 für diesen Zweck genutzt. Nun soll es erneut zusätzlichen Wohnraum für Schutzsuchende bieten.
Die Einrichtung in der Goedelerstraße wird aktuell für die Eröffnung am 1. Dezember 2022 vorbereitet. Sobald sie betriebsbereit ist, können dort bis zu 145 Menschen untergebracht werden. Das Gebäude hatte zuvor bereits andere Funktionen erfüllt, bevor es nun erneut umgenutzt wird.
Allein in diesem Jahr hat die Stadt bereits private Unterkünfte für rund 800 Geflüchtete organisiert. Dazu zählen Betten in Übergangsheimen, angemietete Handwerkerwohnungen sowie ein Hotel. Die Gesamtzahl der verfügbaren Plätze in kommunalen Einrichtungen wird bald bei etwa 1.330 liegen.
Jan Welzel, Sozialdezernent der Stadt, betont die Bevorzugung von wohnungsähnlichen Unterkünften. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass auch größere Gemeinschaftsunterkünfte oder provisorische Lösungen wie Turnhallen weiterhin notwendig sein könnten. Die Lage in der Ukraine und anderen Ländern werde weiterhin beobachtet, um den künftigen Bedarf abschätzen zu können.
Mit der Wiedereröffnung der Einrichtung in der Goedelerstraße steigt die Kapazität für die Unterbringung von Geflüchteten. Die Stadt bleibt entschlossen, angemessenen Wohnraum bereitzustellen und sich gleichzeitig auf mögliche Veränderungen im Bedarf vorzubereiten. Die Verantwortlichen werden ihre Strategie an die weitere Entwicklung anpassen.
