Essen ehrt Anneliese Hermanski für ihr Lebenswerk in der regionalen Wirtschaft
Julian FrankeEssen ehrt Anneliese Hermanski für ihr Lebenswerk in der regionalen Wirtschaft
Anneliese Hermanski wurde mit der Stadtverdienstmedaille Essen für ihr langjähriges Engagement in der regionalen Wirtschaft ausgezeichnet. Oberbürgermeister Thomas Kufen überreichte die Ehrung am 7. November 2025 und würdigte damit ihre jahrzehntelange Unterstützung von Unternehmen und Unternehmerinnen in der Region. Hermanskis beruflicher Werdegang umfasst Stationen in der Justiz, im Unternehmertum und in der Interessenvertretung selbstständiger Berufstätiger.
Ihren beruflichen Einstieg fand Hermanski als Handelsrichterin am Landgericht Essen, wo sie am 1. Oktober 1979 ihr Amt antrat. Bis zu ihrem Ruhestand 2003 übte sie diese Tätigkeit aus – parallel zu ihren eigenen unternehmerischen Aktivitäten.
1996 gehörte sie zu den Initiatorinnen des Unternehmerinnentags Ruhrgebiet, einer Veranstaltung zur Förderung von Frauen in der Wirtschaft, die später zum Unternehmerinnentag NRW erweitert wurde. Bis 2003 engagierte sie sich in diesem Projekt und unterstrich damit ihr langfristiges Bekenntnis zur Stärkung weiblicher Gründerszenen. Von 2007 bis 2018 war sie Mitglied der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Essen. In dieser Zeit wirkte sie zudem von 2012 bis 2017 im IHK-Wahlausschuss mit und prägte so mit, wie lokale Wirtschaftsstrukturen gestaltet wurden. Neben ihren richterlichen und kammerspezifischen Aufgaben führte Hermanski bis zu ihrem Ruhestand 2018 ihr eigenes Dienstleistungsunternehmen, die Anne Hermanski, Büro + Service e.K.. Zudem war sie Mitbegründerin von Employer Branding NRW, einer Initiative, die Unternehmen dabei unterstützt, als Arbeitgeber attraktiver zu werden. Seit über 25 Jahren ist sie aktives Mitglied im Netzwerk „Schöne Aussichten – Verband selbstständiger Frauen e.V.“, das selbstständige Frauen vernetzt und fördert. Ihr dortiges Wirken festigte ihren Ruf als Fürsprecherin für Unternehmerinnen.
Die Verleihung der Stadtverdienstmedaille unterstreicht Hermanskis nachhaltigen Einfluss auf das wirtschaftliche und kulturelle Gefüge Essens. Durch ihr Engagement in Recht, Unternehmertum und Interessenvertretung hat sie messbare Spuren in der lokalen Wirtschaft und bei frauengeführten Initiativen hinterlassen. Die Würdigung durch Oberbürgermeister Kufen betont ihre prägende Rolle für die kommerzielle und gesellschaftliche Entwicklung der Region.
