27 December 2025, 12:52

Essen führt Mindestpreise für Uber & Co. ein – Fahrgäste zahlen mehr

Ein Mercedes-Benz-Fahrzeug fährt auf der Straße neben einem anderen Fahrzeug.

Voreinstellung für Uber-Fahrten: Essen will das Taxi schützen - Essen führt Mindestpreise für Uber & Co. ein – Fahrgäste zahlen mehr

Essen ist die erste Stadt in Nordrhein-Westfalen, die Mindestpreise für Fahrten über Ride-Hailing-Dienste vorschreibt. Die neuen Regeln, die ab dem 1. Januar 2023 gelten, sollen den Wettbewerb zwischen Taxis und privaten Fahrdienstleistern entschärfen. Nutzer von Diensten wie Uber oder Bolt müssen nun mit höheren Kosten rechnen.

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Die Verordnung begrenzt Rabatte auf maximal sieben Prozent unter den herkömmlichen Taxitarifen. Die Essener Behörden begründen dies mit dem Schutz der Taxifahrer vor harter Konkurrenz. Unterstützung erhält die Maßnahme von Oliver Krischer, dem Verkehrsminister des Landes, der betont, dass Städte ihre Befugnisse nutzen sollten, um stabile Preise zu gewährleisten.

Krischer schlug zudem die Einführung fester Tarife für stark frequentierte Strecken vor, um die Kosten für Fahrgäste besser kalkulierbar zu machen. Fahrdienstvermittler wie Uber haben jedoch bereits angekündigt, gegen die neuen Regeln rechtlich vorzugehen. Die Rivalität zwischen Taxis und Ride-Hailing-Diensten bleibt in ganz Deutschland ein umstrittenes Thema.

Die Mindestpreisregelung in Essen stellt eine deutliche Veränderung für den Betrieb von Ride-Hailing-Diensten in der Region dar. Zwar könnte dies für Fahrgäste höhere Kosten bedeuten, doch die Maßnahme zielt darauf ab, traditionelle Taxiunternehmer zu stärken. Bisher haben keine anderen deutschen Städte ähnliche Schritte angekündigt.