Essen plant futuristischen Verwaltungscampus an der Bernestraße bis 2030
Lina SchmidtEssen plant futuristischen Verwaltungscampus an der Bernestraße bis 2030
Essen hat ein neues Design für seinen künftigen Verwaltungscampus an der Bernestraße ausgewählt. Der siegreiche Entwurf stammt von PBA Peter Bastian Architekten aus Münster und verbindet Stadtplanung mit Architektur auf dem Gelände des ehemaligen Hauptbads. Die Verantwortlichen sehen darin einen wichtigen Schritt für die langfristige Entwicklung des gesamten Stadtteils.
Das Projekt ersetzt das zuvor geplante BürgerRatHaus, das im Sommer 2022 aufgrund explodierender Baukosten und der wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Kriegs verworfen wurde.
Eine Jury wählte den Entwurf nach der Prüfung von drei konkurrierenden Konzepten aus. Der ausgewählte Plan setzt auf die Schaffung eines zentralen Knotens für öffentliche Dienstleistungen, um Effizienz und Abstimmung zu verbessern. Erfahrungen aus dem gescheiterten BürgerRatHaus-Projekt flossen in den neuen Ansatz ein.
In der ersten Bauphase werden das Polizeipräsidium I, Teile der städtischen Ordnungsbehörde sowie die Krisenmanagement-Stellen untergebracht. Diese Einrichtungen sollen bis 2030 in den neuen Komplex ziehen. Zudem soll das Projekt die öffentliche Sicherheit stärken, indem wichtige Dienststellen an einem Standort gebündelt werden.
Oberbürgermeister Thomas Kufen lobte die Entscheidung als "zukunftsweisend für Essens städtische und administrative Entwicklung". Die Immobilien Management Essen GmbH (IME) übernimmt die Planung, Koordination und Umsetzung des gesamten Vorhabens.
Eine Ausstellung der drei eingereichten Entwürfe – inklusive des Siegermodells – ist nun im Foyer des Essener Rathauses für die Öffentlichkeit zugänglich. Das Projekt wird in mehreren Abschnitten realisiert; weitere Details werden im Laufe der Planung bekannt gegeben.
Der neue Verwaltungscampus markiert einen Kurswechsel gegenüber dem früheren BürgerRatHaus-Konzept. Die Bauarbeiten beginnen auf einem Teil des Bernestraße-Geländes, wobei die ersten Gebäude bis 2030 fertiggestellt werden sollen. Die Entwicklung wird den Stadtteil prägen und gleichzeitig zentrale städtische Dienstleistungen bündeln.
