Essen setzt auf Bierdeckel, um Bürger für Olympia-Bewerbung zu begeistern
Julian FrankeEssen setzt auf Bierdeckel, um Bürger für Olympia-Bewerbung zu begeistern
Essen startet neue Bürgerbeteiligung zur Olympiabewerbung – mit Bierdeckeln als Gesprächsstarter
Essen hat eine ungewöhnliche Methode eingeführt, um Bürgerinnen und Bürger in die Diskussionen über eine mögliche Olympiabewerbung einzubinden: Über das städtische Portal "unsere stadt" wird der "Pottdeckel" lanciert – ein Bierdeckel, der in Kneipen und Restaurants der Stadt Gespräche über die Spiele anregen soll. Rund 50 Gastronomiebetriebe in Essen verteilen ab sofort die speziellen Deckel, die jeweils Fragen zur Ausrichtung der Olympischen Spiele tragen.
Die Aktion "Pottdeckel Olympia" ist Teil der kommunikativen Gesamtstrategie Essens für die Rhein-Ruhr-Bewerbung. Jeder Bierdeckel enthält zwei QR-Codes: Einer führt zu einer Informationsseite über das Vorhaben, der andere zu einer Plattform für anonymes Feedback. So können Bürgerinnen und Bürger ohne Registrierung ihre Meinung äußern und sich unkompliziert an der Debatte beteiligen.
Oberbürgermeister Thomas Kufen betont, dass die Bierdeckel die Olympiadiskussion in den Alltag der Menschen tragen. Durch die Platzierung in Bars und Restaurants solle ein lockerer, informeller Austausch entstehen. Für die Verteilung kooperiert das Portal "unsere stadt" mit der Privatbrauerei Jacob Stauder GmbH & Co. KG, die die Deckel über ihr Brauereinetzwerk verbreitet.
Doch das ist erst der Anfang: Künftige "Pottdeckel"-Projekte sollen weitere lokale Themen aufgreifen und den Dialog in der Stadt kontinuierlich fördern. Der Ansatz spiegelt einen wachsenden Trend in der Bürgerbeteiligung wider – auch andere deutsche Regionen wie Leipzig, das Rhein-Ruhr-Gebiet oder Nordrhein-Westfalen prüfen derzeit Bewerbungen für die Olympischen Spiele 2036, 2038 oder 2040.
Die "Pottdeckel" liegen ab sofort in Essener Kneipen und Restaurants aus. Sie bieten eine einfache Möglichkeit, sich über die Olympiabewerbung zu informieren und die eigene Position einzubringen. Die Stadt plant, das Format auf weitere Themen auszuweiten, um öffentliche Diskussionen lebendig und zugänglich zu halten.






