EU-Operation BELENOS II: Zoll stoppt Millionen an nicht deklariertem Bargeld
Philipp SchulteEU-Operation BELENOS II: Zoll stoppt Millionen an nicht deklariertem Bargeld
Deutsche Zollbehörden beteiligten sich an großangelegter EU-weiter Aktion zur Überwachung von Bargeldbewegungen über Grenzen
Im November 2024 nahmen deutsche Zollbeamte an der großangelegten EU-Operation BELENOS II teil, die auf die Kontrolle großer Bargeldtransfers über Grenzen abzielte. An der Aktion waren 22 Mitgliedstaaten beteiligt. Im Fokus standen nicht deklarierte Beträge von 10.000 Euro oder mehr, die in die EU ein- oder ausreisten.
Die Operation wurde von den französischen und spanischen Zollbehörden in Zusammenarbeit mit Europol koordiniert. In Deutschland leitete das Zollkriminalamt die nationalen Maßnahmen und arbeitete dabei mit 13 Hauptzollämtern zusammen. Ziel war die Durchsetzung der Meldepflicht für Bargeld oder Zahlungsmittel im Wert von 10.000 Euro oder mehr.
Während der Aktion beschlagnahmten Beamte am Flughafen Berlin Brandenburg über 61.000 Euro bei einem einzelnen Reisenden. Das Hauptzollamt Potsdam leitete daraufhin ein Klärungsverfahren ein, um Herkunft und Verwendungszweck des Geldes zu prüfen – ein Standardverfahren bei nicht deklarierten Großbeträgen.
EU-weit deckte die Operation mehr als 110 Fälle nicht gemeldeter Bargeldtransfers auf, mit einem Gesamtvolumen von rund 1,6 Millionen Euro. Besteht der Verdacht auf Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung, können die Behörden die Mittel einziehen.
Die Ergebnisse unterstreichen die anhaltenden Bemühungen, grenzüberschreitende Bargeldströme in der EU zu überwachen. Reisende, die Beträge von 10.000 Euro oder mehr nicht deklarieren, riskieren Ermittlungen und mögliche Beschlagnahmungen. Die Zollbehörden arbeiten weiterhin eng zusammen, um Finanzvorschriften durchzusetzen und illegale Aktivitäten zu verhindern.






