17 April 2026, 12:17

Europas größte Second-Life-Batteriefabrik startet in Aachen durch

Schwarzes und weißes Foto einer Fabrikhalle mit Arbeitern, die Maschinen bedienen, umgeben von Metallstangen und -pfählen, beschriftet mit "Neue Eisenglebeerei, die erste Fabrik in Deutschland" unten.

Europas größte Second-Life-Batteriefabrik startet in Aachen durch

Europas größte Anlage für Second-Life-Batteriespeicher offiziell in Aachen eröffnet

In Aachen hat Europas größte Produktionsstätte für die Wiederverwendung von Altbatterien offiziell ihren Betrieb aufgenommen. Die neue Fabrik mit dem Namen Voltfang Future Fab nahm im April die Produktion auf und verarbeitet gebrauchte und überschüssige Autobatterien zu großskaligen Speichersystemen. Zur Eröffnung am Mittwoch waren Unternehmensvertreter und regionale Politiker anwesend.

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Das Werk befindet sich im TRIWO-Technopark Aachen und nutzt ehemalige Produktionshallen, die einst von Next E-GO genutzt wurden. Hier werden künftig Speicherlösungen für industrielle, gewerbliche und großtechnische Energieanwendungen hergestellt – basierend auf Batterien aus der europäischen Automobilbranche.

Bei der Eröffnungsfeier betonte David Oudsandji, Mitgründer und Geschäftsführer von Voltfang, dass die Fabrik den Strukturwandel der Region weg vom Braunkohleabbau unterstützt. Er hob ihre Bedeutung für den wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Wandel in Nordrhein-Westfalen hervor. Zu den Gästen zählten auch Ministerpräsident Hendrik Wüst und Aachen Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen.

Die Produktion läuft bereits, und eine schnelle Hochskalierung ist geplant. Bis Ende 2026 soll der Standort jährlich Speicherkapazitäten von 250 Megawattstunden herstellen. Eine weitere Ausbaustufe ist für 2030 vorgesehen, mit dem Ziel von einer Gigawattstunde pro Jahr.

Das Aachener Werk markiert einen wichtigen Schritt bei der Wiederverwertung von Fahrzeugbatterien für die Energiespeicherung. Da die Produktion seit April läuft, rechnet Voltfang in den kommenden zehn Jahren mit einem deutlichen Wachstum. Das Projekt passt zu den Bestrebungen, die Industrie in Nordrhein-Westfalen zu modernisieren.

Quelle