Evonik hebt Finanzprognose für 2026 an – dank starkem Quartalsergebnis
Julian FrankeEvonik hebt Finanzprognose für 2026 an – dank starkem Quartalsergebnis
Evonik Industries AG hat seine Finanzprognose für 2026 angehoben – gestützt auf starke Ergebnisse im zweiten Quartal. Das Unternehmen erwartet nun höhere Erträge und eine verbesserte Cashflow-Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr. Die endgültigen Zahlen für das zweite Quartal 2026 werden am 4. August 2026 veröffentlicht.
Der Chemiekonzern rechnet für das Gesamtjahr 2026 mit einem bereinigten EBITDA von 2,0 bis 2,2 Milliarden Euro – eine Anhebung gegenüber der bisherigen Schätzung von 1,7 bis 2,0 Milliarden Euro. Allein für das zweite Quartal 2026 wird ein bereinigtes EBITDA von 600 bis 650 Millionen Euro erwartet, was sowohl die Analystenerwartungen von 567 Millionen Euro als auch den Vorjahreswert von 509 Millionen Euro übertrifft.
Die optimistische Einschätzung von Evonik basiert auf höheren Absatzmengen, Preiserhöhungen und Kostensenkungen. Besonders das Geschäft mit Tiernahrung entwickelt sich weiterhin positiv, mit weiterem Wachstum im dritten Quartal 2026. Auch der Bereich Advanced Technologies profitiert von Lieferengpässen bei asiatischen Wettbewerbern.
Der freie Cashflow für das zweite Quartal 2026 soll sich deutlich verbessern – nach minus 211 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen strebt für das Gesamtjahr eine Cash-Conversion-Rate von etwa 40 Prozent an. Das bereinigte EBITDA für die erste Jahreshälfte 2026 wird voraussichtlich bei rund 1,1 Milliarden Euro liegen.
Die aktualisierten Prognosen spiegeln eine stärkere als erwartete Performance in den Kernbereichen wider. Betriebliche Verbesserungen und günstige Marktbedingungen haben die finanzielle Position von Evonik gestärkt. Die endgültigen Ergebnisse für das zweite Quartal 2026, die nächsten Monat veröffentlicht werden, sollen diese Prognosen bestätigen.
