FDP Solingen verliert weiteren Spitzenpolitiker – doch Schirm bleibt im Stadtrat
Lina SchmidtFDP Solingen verliert weiteren Spitzenpolitiker – doch Schirm bleibt im Stadtrat
Daniel Schirm hat seinen Austritt aus der Solinger FDP bekannt gegeben, behält jedoch sein Mandat im Stadtrat. Sein Rückzug reiht sich in eine Serie prominenter Abgänge ein, die die Partei in den vergangenen Jahren erschüttert haben. Beobachter kritisieren den Schritt als egoistisch motiviert und als Zeichen innerparteilicher Zerwürfnisse.
Die Solinger FDP hat im Laufe der Zeit mehrere Schlüsselmitglieder verloren, darunter Dr. Robert Weindl, Jürgen Albermann und Dr. Esther Heidbüchel. Diese Persönlichkeiten brachten fachliche Expertise, wissenschaftliches Know-how und bürgerliches Engagement in die Partei ein und prägten einst deren Kompetenzprofil.
Ein weiterer bemerkenswerter Abgang war Dario Dzamastagic, ehemaliger Stadtrat und Vorstandsmitglied. Richard Collings hatte Daniel Schirm einst als den „besten Mann“ unter Solingens Liberalen bezeichnet. Doch Schirms Entscheidung, die Partei zu verlassen, aber sein Mandat zu behalten, wird von vielen als Eingeständnis des Scheiterns gewertet.
Der Niedergang der Partei hat nicht nur zu finanziellen Verlusten geführt, sondern auch die bürgerlichen Mehrheiten geschwächt. Mit Karin van der Most, einer weiteren angesehene Persönlichkeit, steht nun ein weiterer Abgang bevor. Kritiker werfen der FDP vor, ein Beispiel für negative Auslese zu sein – sie verliere ihre fähigsten Mitglieder.
Die Solinger FDP sieht sich nun mit Forderungen nach einer ehrlichen Reform konfrontiert, um wieder Leistungsorientierte und Verantwortungsbewusste anzuziehen. Ohne Kurskorrektur riskiert die Partei einen weiteren Verlust an Einfluss und Glaubwürdigkeit. Der Abgang erfahrener Mitglieder hat bereits spürbare Spuren in Stabilität und Finanzen hinterlassen.






