Feuerwehrverband NRW fordert mehr Schutz und Finanzierung für freiwillige Einsatzkräfte
Philipp SchulteFeuerwehrverband NRW fordert mehr Schutz und Finanzierung für freiwillige Einsatzkräfte
Feuerwehrverband Nordrhein-Westfalen stellt Forderungen für Koalitionsverhandlungen der neuen Bundesregierung
Der Landesfeuerwehrverband Nordrhein-Westfalen hat zentrale Forderungen für die laufenden Koalitionsgespräche der neuen Bundesregierung vorgelegt. Die Vorschläge zielen darauf ab, die Unterstützung für freiwillige Feuerwehrleute zu stärken und die Finanzierung des Zivilschutzes zu verbessern. Die Anforderungen wurden nun offiziell an die Verhandlungsteams übermittelt, die den Koalitionsvertrag ausarbeiten.
Ein zentrales Anliegen des Verbandes ist die automatische Anerkennung aller Verletzungen im freiwilligen Feuerwehrdienst als Dienstunfälle. Diese Änderung würde sicherstellen, dass Einsatzkräfte, die sich bei der Rettung ihrer Mitbürger verletzen, schneller und gerechter entschädigt werden.
Darüber hinaus fordert die Organisation eine volle und gleichberechtigte Finanzierung des Zivilschutzes – analog zu den Haushalten der militärischen Landesverteidigung. Begründet wird dies damit, dass der Zivilschutz genauso entscheidend sei wie die militärische Vorsorge, insbesondere in Krisenzeiten. Zudem sollen Feuerwachen als kritische Infrastruktur anerkannt werden, um sie für nationale Investitionsprogramme zu qualifizieren.
Falls die Allgemeine Wehrpflicht wieder eingeführt werden sollte, pocht der Verband auf die Wiedereinführung eines Ersatzdienstes im Zivil- und Katastrophenschutz. Dies würde es Bürgern ermöglichen, sich für die öffentliche Sicherheit zu engagieren, ohne der Bundeswehr beizutreten. Nun liegt es an den Bundespolitikern, die notwendigen rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen für diese Reformen zu schaffen.
Trotz der bevorstehenden Herausforderungen hat der Verband seine Verpflichtung bekräftigt, die Sicherheit in allen Städten und Gemeinden der Region zu gewährleisten.
Die Vorschläge umfassen die Anerkennung von Dienstunfällen, eine gleichwertige Finanzierung des Zivilschutzes sowie den Infrastrukturstatus für Feuerwachen. Sollten diese Maßnahmen umgesetzt werden, würden sie die Unterstützung für freiwillige Feuerwehrleute grundlegend verbessern und die Priorisierung des Zivilschutzes neu definieren. Der Verband erwartet nun von der Regierung, diese Forderungen in konkrete politische Maßnahmen umzuwandeln.






