Frau greift Bundespolizisten am Gelsenkirchener Hauptbahnhof an
Eine 35-jährige Frau aus Gelsenkirchen hat am 4. Februar am Hauptbahnhof der Stadt für einen Zwischenfall gesorgt. Nach wiederholtem lauten Rufen geriet sie mit Beamten der Bundespolizei aneinander, was schließlich zu ihrer Festnahme führte. Die Behörden haben inzwischen Ermittlungen zu dem Vorfall eingeleitet.
Der Streit begann, als die Frau, die in Kamerun gemeldet ist, im Bahnhof lautstark schrie. Bundespolizisten gingen auf sie zu und forderten sie auf, damit aufzuhören. Stattdessen reagierte sie mit Beschimpfungen. Als die Beamten eingreifen wollten, behauptete sie, sie habe das Recht, überall zu schreien, wo sie wolle.
Die Situation spitzte sich zu, als sie die Polizisten körperlich angriff. Sie schlug einem Beamten in den Bauch, wodurch dieser so schwer verletzt wurde, dass er seinen Dienst vorzeitig beenden musste. Trotz der Auseinandersetzung ergab ein späterer Atemalkoholtest einen Wert von 0,0 Promille.
Nach dem Vorfall wurde die Frau vorläufig festgenommen und erhielt ein Hausverbot für den Bahnhof. Nach Abschluss aller Formalitäten wurde sie wieder auf freien Fuß gesetzt. Unterdessen führen die örtlichen Polizeibehörden ihre Ermittlungen fort und befragen in angemieteten Büroräumen rund 100 Geschädigte täglich im Schichtbetrieb. Ziel ist es, durch detaillierte Beschreibungen, Fotos und Daten gestohlener Gegenstände Täter zu identifizieren.
Die Bundespolizei hat sich bisher nicht öffentlich zu dem Vorfall vom 4. Februar geäußert. Die Ermittlungen dauern an, weitere Maßnahmen wurden bisher nicht bekannt gegeben. Das Verfahren gegen die Frau wird im Rahmen der geltenden Rechtsvorschriften fortgeführt.
