Funke Mediengruppe verlässt MVFP nach Streit über Reformen und Zukunft
Philipp SchulteFunke Mediengruppe verlässt MVFP nach Streit über Reformen und Zukunft
Die Funke Mediengruppe hat ihren Austritt aus dem MVFP bekannt gegeben und begründet dies mit tiefgreifenden Meinungsverschiedenheiten über die Wahlverfahren und die Kommunikation der Organisation. Das Unternehmen, eines der größten Mitglieder und finanziellen Förderer, wird den Verband zum 30. Juni 2027 offiziell verlassen.
Die Entscheidung folgt anhaltenden Spannungen zwischen der Funke Mediengruppe und dem MVFP. Unter der Führung der Verlegerin Julia Becker hatte das Unternehmen wiederholt die Reformbereitschaft und die langfristige Zukunftsfähigkeit des Verbandes infrage gestellt. Es ist nicht das erste Mal, dass die Funke Mediengruppe einen Branchenverband verlässt: Bereits zuvor war sie aus dem Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) ausgetreten, nachdem es unterschiedliche strategische Auffassungen gegeben hatte.
Auch in der Führungsetage des MVFP steht ein Wechsel bevor: Der langjährige Vorsitzende Philipp Welte gibt sein Amt ab. Seine Nachfolge tritt Lars Joachim Rose an, Verleger beim Klambt-Verlag.
Der Austritt der Funke Mediengruppe markiert eine deutliche Zäsur für den MVFP. Mit dem Weggang verliert die Organisation nicht nur einen wichtigen finanziellen Unterstützer, sondern auch eine einflussreiche Stimme. Ab Ende Juni 2027 wird der Verband ohne eines seiner größten Mitglieder agieren müssen.






