14 April 2026, 18:16

Gamescom 2024: Neue Umfrage enthüllt Hass und Einsamkeit in der Gamer-Szene

Ein Mann im Anzug und Krawatte spricht in ein Mikrofon, wahrscheinlich zur Genehmigung eines Gesetzes zur Internet-Sperre.

Gamescom 2024: Neue Umfrage enthüllt Hass und Einsamkeit in der Gamer-Szene

Gamescom, die größte Messe der Welt für Video- und Computerspiele, öffnet diese Woche in Köln ihre Tore. Von Mittwoch bis Sonntag wird die Veranstaltung Hunderttausende Fans anziehen. Doch eine neue Umfrage deckt besorgniserregende Trends unter passionierten Gamern auf – darunter weitverbreitete Feindseligkeit und Einsamkeit.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Studie zeigt, dass viele Hardcore-Gamer regelmäßig mit Beleidigungen konfrontiert sind. 38 Prozent gaben an, "sehr oft oder ziemlich oft" beschimpft zu werden, während sie spielen. Weitere 14 Prozent aller befragten Spieler berichteten, ebenso häufig verbale Angriffe zu erleben.

Die Aggressionen beschränkten sich jedoch nicht auf persönliche Attacken. Fast die Hälfte – 43 Prozent – der engagierten Gamer stimmte der Aussage zu, "Juden hätten zu viel Einfluss in der Welt". Auch antifeministische Einstellungen und Diskriminierung gegenüber LGBTQ+-Personen waren in dieser Gruppe verbreitet.

Die Erhebung förderte zudem politisches Engagement zutage: 27 Prozent der Hardcore-Gamer hatten im vergangenen Jahr an einer Demonstration teilgenommen. Sozialer Rückzug ist ein weiteres Problem: 58 Prozent beschrieben sich als mäßig oder stark einsam.

Demografisch betrachtet sind drei Viertel der häufigen Gamer Männer, und 55 Prozent sind zwischen 16 und 34 Jahre alt. Cybermobbing bleibt ein ernstes Problem – die Bedrohungen reichen von körperlicher Gewalt bis hin zu Vergewaltigungsdrohungen.

Die Ergebnisse werfen ein Schlaglicht auf die Herausforderungen innerhalb der Gaming-Kultur, kurz bevor die Gamescom beginnt. Tausende werden in Köln zusammenkommen, doch die Umfrage deutet darauf hin, dass viele Spieler mit Missbrauch, Vorurteilen und Isolation kämpfen. Veranstalter und Entwickler könnten in den kommenden Jahren zunehmend unter Druck geraten, diese Probleme anzugehen.

Quelle