Gary Lineker verlässt BBC für Netflix-WM-Show aus New York
Gary Lineker hat die Entscheidung der BBC kritisiert, ihre WM-Berichterstattung weiterhin von Salford aus zu senden und nicht aus den USA. Der ehemalige englische Nationalspieler wird stattdessen für Netflix eine tägliche Sendung aus New York moderieren. Dieser Schritt folgt auf jüngste Spannungen mit dem Sender wegen eines Antisemitismus-Streits.
Lineker war im vergangenen Jahr von der BBC suspendiert worden, nachdem ein Instagram-Post Vorwürfe des Antisemitismus ausgelöst hatte. Obwohl er später zurückkehrte, hat er sich nun entschieden, für das Turnier mit Netflix zusammenzuarbeiten. Seine neue Show The Rest is Football wird täglich gestreamt und neben Lineker auch Alex Aljoe und Rob Jones präsentieren.
Die BBC bestätigte, dass sie keine Experten in die USA entsenden wird – zumindest nicht vor dem Viertelfinale. Lineker hingegen wird in New York sein, gemeinsam mit Alan Shearer und Micah Richards, und das Studio in Salford komplett meiden.
In anderen Äußerungen spekulierte Lineker, José Mourinho könnte als Trainer zu Real Madrid zurückkehren. Der spanische Klub steht in dieser Saison in der Kritik, nachdem er keinen einzigen Titel gewann, was den Druck auf den aktuellen Cheftrainer Álvaro Arbeloa erhöht. Mourinho, der derzeit Benfica trainiert, hat seit über einem Jahrzehnt kein Wort mehr mit Lineker gewechselt – eine Entfremdung, deren Gründe der Moderator selbst nicht vollständig versteht.
Linekers Deal mit Netflix markiert einen Bruch mit der traditionellen BBC-Berichterstattung. Während seine Sendung tägliche WM-Analysen aus den USA liefern wird, bleibt der Hauptsitz des Senders in Großbritannien. Unterdessen hält die Spekulation über Mourinhos Zukunft bei Real Madrid an, während der Klub die Saison aufarbeitet.






