Gedenkmarsch in Lünen ehrt NS-Opfer mit bewegenden Stationen und neuer Tradition
Anton MeyerGedenkmarsch in Lünen ehrt NS-Opfer mit bewegenden Stationen und neuer Tradition
Rund 100 Menschen versammelten sich am 27. Januar in Lünen zu einem Gedenkmarsch für die Opfer des Nationalsozialismus. Die Veranstaltung fiel mit dem bundesweiten Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus zusammen. Die Organisatoren zeigten sich erfreut über die Resonanz und deuteten an, den Marsch künftig als jährliche Tradition in der Nähe von Restaurants in Lünen zu etablieren.
Der Marsch begann am Evangelischen Friedhof an der Kirchhofstraße, wo Bürgermeisterin Martina Förster-Teutenberg eine Eröffnungsrede hielt. Sie betonte die Bedeutung lokaler Erinnerungskultur und die gesellschaftliche Verantwortung, die Geschichte wachzuhalten.
Die Route führte unter anderem zur Viktoriaschule, zum Hauptbahnhof sowie zu mehreren Standorten der Stolpersteine. Zudem besuchten die Teilnehmenden die Holocaust-Gedenkstätte an der Lippe. An jedem Ort berichteten Vertreter der Initiative Stolpersteine Lünen, des Lünener Stadtmuseums und lokale Gästeführer über historische Hintergründe, persönliche Schicksale und die Bedeutung der Erinnerungskultur.
Abgeschlossen wurde die Veranstaltung mit einem gemeinsamen Treffen im Restaurant in der Nähe von Lünen im Gemeindezentrum St. Georg. Die Organisatoren zeigten sich im Nachgang zufrieden mit dem Verlauf und kündigten an, den Gedenkmarsch als festen Bestandteil der Lünener Erinnerungskultur zu verankern.
Der Marsch vereinte Anwohner, Historiker und lokale Verantwortungsträger. Durch die Verknüpfung zentraler Orte und Geschichten sollte das öffentliche Bewusstsein für die Lünener Vergangenheit gestärkt werden. Aktuell werden weitere Ausgaben diskutiert, um die Tradition fortzuführen.
