Gefälschter Führerschein und überladener Lkw: Georgier in Deutschland erwischt
Anton MeyerGefälschter Führerschein und überladener Lkw: Georgier in Deutschland erwischt
Ein 60-jähriger georgischer Bauarbeiter ist in Deutschland mit einem überladenen Lkw und gefälschten Papieren erwischt worden. Der Mann legte einen gefälschten polnischen Führerschein sowie eine gefälschte Aufenthaltserlaubnis vor, um illegal in der EU arbeiten zu können. Seine tatsächlichen Fahrqualifikationen beschränkten sich auf einen normalen Pkw-Führerschein aus Georgien – die für schwere Nutzfahrzeuge erforderlichen gewerblichen Zusatzklassen fehlten ihm.
Der Lastwagen war mit 11,8 Tonnen Schotter beladen, obwohl die zulässige Höchstlast bei 7,49 Tonnen lag. Durch das extreme Übergewicht hatte sich die Federung abgesenkt, sodass die Radläufen fast den Boden berührten. Die Behörden stoppten das Fahrzeug, nachdem sie den gefährlichen Zustand bemerkt hatten.
Bei der Kontrolle gab der Fahrer zu, gefälschte Dokumente genutzt zu haben, um in der EU eine Arbeitsstelle zu erhalten. Neben dem falschen polnischen Führerschein führte er auch eine gefälschte Aufenthaltsgenehmigung mit sich. Die deutschen Strafverfolgungsbehörden verzeichnen eine Zunahme solcher Fälle, insbesondere im Baugewerbe, wo jährlich Tausende undokumentierte Arbeitskräfte aufgedeckt werden. Zwar werden keine genauen Zahlen zu gefälschten Papieren veröffentlicht, doch die Behörden melden eine steigende Tendenz bei solchen Straftaten.
Der Mann verfügte lediglich über einen gültigen georgischen Pkw-Führerschein – für den schweren Lkw, den er steuerte, hätte er jedoch spezielle gewerbliche Fahrberechtigungen benötigt.
Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Probleme mit gefälschten Dokumenten im deutschen Bausektor. Dem Fahrer drohen nun rechtliche Konsequenzen wegen des Einsatzes falscher Papiere und der Fahrt mit einem überladenen Fahrzeug. Die Behörden bleiben wachsam und gehen weiter gegen illegale Beschäftigung mit gefälschten Unterlagen vor.
