Geothermie-Projekt in Munster überwindet Hürden trotz lokaler Proteste
Julian FrankeGeothermie-Projekt in Munster überwindet Hürden trotz lokaler Proteste
Geothermie-Projekt in Munster kommt trotz Widerständen voran
Trotz der Einwände eines lokalen Grundstückseigentümers schreitet ein Geothermie-Projekt in Munster voran. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat seine Unterstützung für das Vorhaben bestätigt und betont dessen Bedeutung als erneuerbare, CO₂-freie Energiequelle. Das Projekt könnte die Fernwärmeversorgung der Stadt für mehr als zwei Jahrhunderte sichern.
Die Initiative für Tiefe Geothermie wird von der Heide-Geo GmbH vorangetrieben, einer Tochtergesellschaft der Stadtwerke Munster-Bispingen, und gilt als ein zentrales Pilotprojekt im Bereich der erneuerbaren Energien. Sowohl Behörden als auch große Unternehmen – darunter ExxonMobil – erkennen dessen Relevanz an. ExxonMobil bestätigte zudem, dass es zusätzliche Förderbohrungen betreibt, die potenziell für geothermische Zwecke genutzt werden könnten.
Aktuell prüft das LBEG den von der Heide-Geo GmbH & Co. KG eingereichten Hauptbetriebsplan. Bei einer Genehmigung würde das Unternehmen nach deutschem Bergrecht als Bergbaubetreiber eingestuft. Damit wäre es verpflichtet, detaillierte Betriebspläne für konkrete Vorhaben vorzulegen.
Gemäß § 40 des Bundesberggesetzes kann das LBEG die fehlende Zustimmung des Grundstückseigentümers überstimmen. Zwar hat die Behörde eine Beschwerde bezüglich der Flächennutzung zur Kenntnis genommen, zu den laufenden rechtlichen Schritten äußert sie sich jedoch nicht weiter.
Die Genehmigung des Projekts wäre ein bedeutender Schritt für die langfristige Energieversorgung Münsters. Nach Inbetriebnahme könnte es über 200 Jahre nachhaltige Wärme liefern. Die Unterstützung des LBEG unterstreicht die Bedeutung des Vorhabens für die Energiewende in Deutschland.






