17 March 2026, 00:16

Gestohlener Bierkrug kehrt nach 50 Jahren ins Hofbräuhaus zurück

Alte Werbeplakatabbildung mit zwei metallenen Bierhumpen und einem Glas Bier, mit Text zur Produktbeschreibung.

Gestohlener Bierkrug kehrt nach 50 Jahren ins Hofbräuhaus zurück

Gestohlener Bierkrug kehrt nach 50 Jahren ins Münchner Hofbräuhaus zurück

Ein gestohlener Bierkrug ist nach 50 Jahren an Münchens Hofbräuhaus zurückgegeben worden. Ein englischsprachiger Tourist, der ihn 1976 mitgenommen hatte, schickte ihn kürzlich mit einem Brief und 20 Euro zurück. Nicht zum ersten Mal taucht ein längst verschollener Krug wieder auf.

In seinem Schreiben gestand der Tourist, den Krug nach einem Besuch in der berühmten Bierhalle "versehentlich" eingesteckt zu haben. Er räumte ein, stets gewusst zu haben, dass er ihn nie bezahlt hatte. Zusammen mit dem Krug legte er 20 Euro als verspätete Zahlung bei.

Solche Rückgaben sind keine Seltenheit. Das Hofbräuhaus erhält jährlich drei bis vier ähnliche Briefe oder zurückgeschickte Krüge. 2020 hatte eine Amerikanerin einen gestohlenen Krug nach 55 Jahren zurückgesandt.

Trotz dieser gelegentlichen Rückführungen führt das Hofbräuhaus keine Statistik über fehlende Krüge. Aus den Unterlagen geht hervor, dass in den letzten fünf Jahren kein gestohlener Krug offiziell gemeldet, zurückgegeben oder entschädigt wurde. Zudem gibt es Sicherheitsvorkehrungen, um Diebstähle zu verhindern.

Die 20 Euro des Touristen werden nicht an das Hofbräuhaus gehen. Stattdessen fließen sie an die Initiative Bunte Münchner Kindl, die bedürftige Kinder unterstützt. Der originale Krug von 1976 existiert vermutlich nicht mehr – ein neuer kostet heute 19,95 Euro.

Der zurückgegebene Krug reiht sich in eine kleine, aber stetige Serie ähnlicher Fälle ein. Zwar geht das Hofbräuhaus nicht aktiv gegen fehlende Stücke vor, doch kommen immer wieder Rückgaben zustande. Die Spende der 20 Euro stellt sicher, dass das Geld bedürftigen Kindern in der Region zugutekommt – und nicht dem Wirtshaus selbst.

Quelle