Gewalt und Mobbing an Solinger Schulen erreichen besorgniserregendes Ausmaß
Philipp SchulteGewalt und Mobbing an Solinger Schulen erreichen besorgniserregendes Ausmaß
Gewalt, Mobbing und soziale Ausgrenzung an Solinger Schulen nehmen zu – das meldet die örtliche CDU-Fraktion. Eine aktuelle Studie aus Berlin bestätigt ähnliche Befunde: Viele Lehrkräfte in ganz Deutschland berichten von Konflikten als einem der größten Probleme im Schulalltag.
Die bildungspolitische Sprecherin der CDU, Simone Lammert, bezeichnete die Ergebnisse als ein „Weckruf“. Besonders besorgniserregend sei die Lage an Grundschulen, wo körperliche Übergriffe und Ausgrenzung besonders häufig vorkämen.
Schon im April hatte die Partei eine offizielle Anfrage an die Solinger Stadtverwaltung gerichtet, um Details zu Konfliktlösung und Mobbingprävention an Schulen und Kitas zu erfragen. Bisher blieb eine Antwort jedoch aus.
Die CDU betont die zentrale Rolle von Schulsozialarbeit bei der Bewältigung dieser Herausforderungen. Mehr Landesmittel für Nordrhein-Westfalen könnten ihrer Ansicht nach die Unterstützungsangebote in Solingen stärken. Zwar gebe es Unterschiede zwischen Berlin und Solingen, doch der bundesweite Anstieg solcher Vorfälle sei unübersehbar.
Nach den Sommerferien will die CDU das Thema im Schulausschuss und im Jugendhilfeausschuss auf die Tagesordnung setzen. Ziel ist es, gemeinsame Maßnahmen für eine bessere Konfliktbewältigung und Mobbingprävention zu entwickeln. Die Partei pocht darauf, dass ein Ausbau der Schulsozialarbeit unverzichtbar sei, um den wachsenden Problemen entgegenzuwirken.
