06 February 2026, 22:41

Gil Ofarim gesteht Lügen: Der Hotel-Skandal und seine Folgen

David Letterman, gekleidet in Anzug und Krawatte, steht vor einer Menschenmenge, beleuchtet von Scheinwerfern und umgeben von einer Wand, wahrscheinlich bei der Premiere seines bevorstehenden Films.

Gil Ofarim Behauptet: Video ist eine Fälschung - Gil Ofarim gesteht Lügen: Der Hotel-Skandal und seine Folgen

Im Oktober 2021 beschuldigte der Sänger Gil Ofarim einen Mitarbeiter eines Leipziger Hotels, antisemitisches Verhalten an den Tag gelegt zu haben. Er behauptete, der Angestellte habe ihn aufgefordert, seine Davidstern-Halskette zu verstecken. Die Vorwürfe lösten bundesweit großes Aufsehen aus. Doch im November 2023 gestand Ofarim vor Gericht, die gesamte Geschichte erfunden zu haben.

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Der Streit begann, als Ofarim öffentlich erklärte, ein Hotelmitarbeiter habe abfällige Bemerkungen gemacht und darauf bestanden, dass er die Kette ablege. Später behauptete er, die Überwachungsaufnahmen des Hotels seien manipuliert worden – entscheidende Sekunden fehlten. Zudem gab Ofarim an, ein Zeuge habe bestätigt, dass er die Kette getragen habe, obwohl das Video dafür keine Belege lieferte.

Während eines Auftritts bei Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! im Jahr 2023 griff er den Fall erneut auf und beharrte darauf, dass das veröffentlichte Video nicht das Original sei. Auf Nachfrage verwies er auf eine Vertraulichkeitsvereinbarung, die sein Anwalt jedoch als gegenseitige Schweigepflicht präzisierte. Der beschuldigte Mitarbeiter wies die Vorwürfe stets zurück und reichte Klage gegen Ofarim ein.

Vor Gericht räumte Ofarim schließlich ein, die Vorfälle erfunden zu haben. Im Rahmen der Einigung zahlte er 10.000 Euro Entschädigung, die je zur Hälfte an die jüdische Religionsgemeinschaft Leipzigs und die Stiftung für das Haus der Wannsee-Konferenz gingen.

Der Hotelangestellte bestritt die Anschuldigungen durchgehend, und es gibt keine dokumentierte öffentliche Stellungnahme des Hotels zu internen Konsequenzen. Ofarims Geständnis 2023 beendete zwar den Rechtsstreit, doch der Fall wirft weiterhin Fragen zur Behandlung solcher Vorwürfe auf. Die Entschädigungszahlung setzte dem langwierigen Streit ein Ende.