Grenzüberschreitende Rettungskräfte üben Großunfall mit Gefahrgut in Gangelt
Philipp SchulteGrenzüberschreitende Rettungskräfte üben Großunfall mit Gefahrgut in Gangelt
Großübung in Gangelt: Grenzüberschreitende Rettungskräfte proben Ernstfall
Am Samstag fand in Gangelt im Kreis Heinsberg eine großangelegte Notfallübung statt. Dabei arbeiteten Rettungskräfte aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien zusammen. Simuliert wurde ein schwerer Unfall mit gefährlichen Stoffen, um die abgestimmte Reaktion über die Grenzen hinweg zu testen.
Im Szenario kollidierten ein Gefahrgut-Lkw, ein Reisebus und mehrere Pkw auf der Kreisstraße 13. Dutzende vermeintlich Verletzte wurden im Rahmen der Massenanfallübung versorgt. Die Straße, die zugleich als Umgehungsroute für Gangelt dient, blieb für den Tag gesperrt und wurde erst spätabends wieder freigegeben.
Niederländische Einheiten in spezieller Schutzkleidung sicherten das auslaufende Gefahrgut. Deutsche und belgische Teams unterstützten bei der medizinischen Versorgung und Koordination. Über 30 Behörden und Organisationen aus der Euregio nahmen teil – im Fokus stand die reibungslose Zusammenarbeit trotz unterschiedlicher nationaler Vorschriften.
Drohnen dokumentierten die Unfallstelle aus der Luft. Die Übungsleitung wertete die Aktion im Nachgang als Erfolg und betonte die gute grenzüberschreitende Teamarbeit. Die unter dem Namen "EMREX" durchgeführte Übung wurde offiziell von Deutschland, Belgien und den Niederlanden koordiniert.
Die Übung zeigte, wie Rettungskräfte aus drei Ländern im Ernstfall effektiv zusammenarbeiten können. Die Kreisstraße 13 wurde nach Abschluss der Übung vollständig wieder freigegeben. Künftige grenzüberschreitende Trainings könnten auf den Erfahrungen dieser Übung aufbauen.






